Sprudelnde Badeherzen

Diese selbstgemachten sprudelnden Badepralinen kommt doch mal so richtig von Herzen 😉 ! Du willst Dich selbst verwöhnen mit einem Badezusatz, der ganz auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten ist? Oder möchtest Du Freunde und Familie mit einem ganz individuellen Geschenk überraschen? Bei diesen sprudelnden Badeherzen weißt Du nicht nur genau, was drin ist, sondern kannst Duft und Farbe auch noch ganz Deinen Wünschen anpassen! Ein tolles Beispiel für eine Geschenkidee: Deine beste Freundin ist in eine neue Wohnung eingezogen und bekommt Badepralinen geschenkt, die farblich auf´s Badezimmer abgestimmt sind! Ein echter Knaller! 

Kraeuter
Vegan
Koerperpflege

Zutaten:

Für die Badeherzen:

50 g Zitronensäure
100 g Natrium-
hydrogencarbonat (Natron)
25 g Maisstärke
20 g Kakaobutter
Lebensmittel- oder Seifenfarbe
2 g ätherisches Öl
oder Parfümöl

Nach Wunsch:

Blüten oder Blüten-
blätter, z.B. Rosen,
Lavendel....

Zum Formen:

1 Eisportionierer
oder Acrylformen,
z.B Herzen, Tropfen,
Kugeln...

Herstellung:

Das Zaubern der Badeherzen ist wirklich einfach! Jeder, der eine Sandburg bauen kann, kann auch Badepralinen herstellen!

So geht es:

Bereite zuerst die Formen für Deinen Badeherzen oder -kugeln und die Blüten oder Blütenblätter vor. Geeignet sind Acryl- und Plastikformen oder ein Eisportionierer.

Lasse dann die Kakaobutter über dem Wasserbad bei geringer Hitze schmelzen (idealerweise zwischen 33°C und 36°C, keinesfalls wärmer!).

Vermische inzwischen in einer Schüssel Zitronensäure, Natron und Maisstärke.

Gieße die geschmolzene Kakaobutter dazu und verknete alle Zutaten, bis sich die Masse wie feuchter Sand anfühlt.

Gib nun die von Dir gewünschte Farbe und Duft zu und knete die Masse nochmals gründlich durch.

Forme jetzt mithilfe des Eisportionierers Kugeln oder presse die Masse in Acryl- oder Plastikformen.

Möchtest Du - wie auf den Fotos - Blüten oder Blütenblätter mit einarbeiten kommen diese zuerst in die Form, dann die Masse leicht gehäuft darauf. Fülle dann die zweite Form mit einer ersten, festgedrückten Schicht, dann ebenfalls locker und leicht gehäuft und presse beide aufeinander. Mit etwas Übung klappt das ganz gut. Die Masse im Inneren muss, damit sie die Form behält, gut komprimiert werden.

Die Acrylformen bleiben vorerst geschlossen, da die Herzen darin 1-2 Tage an einem kühlen Ort aushärten müssen. Falls Du Angst hast, dass die Formen aufgehen, kannst du sie auch mit etwas Tesa fixieren.

Die Badekugeln werden nach dem Formen ebenfalls kühl 1-2 Tage gelagert um aushärten zu können.

Danach sollten sie unbedingt trocken oder luftdicht verpackt gelagert werden, damit sie kein Wasser ziehen und unansehnlich werden.

Diese sprudelnden Badezusätze sind farblich passend verpackt ein tolles, selbstgemachtes Geschenk!

Sprudelnde Badeherzen, hier mit etwas Lavendel verziert!

Tipp:

Damit der Abfluß nicht verstopft ...

Wenn Du in Deine Badeherzen Pflanzenbestandteile einarbeitest ist es notwendig, dass Du sie bevor Du das Wasser ablässt abschöpfst oder einen Sieb auf den Badewannenabfluß legst. Die Blätter oder Blüten könnten sonst den Abfluß verstopfen und nicht nur Ärger, sondern auch hohe Kosten verursachen!

Wie man auch oben lesen kann soll Kakaobutter nicht zu heiß erhitzt werden, aber warum eigentlich?

Der Schmelzpunkt der Kakaobutter liegt zwischen 30-38 °C. Kakaobutter wird bei der Nahrungszubereitung, z.B. bei der Schokoladenherstellung verwendet, aber auch in der Kosmetik und Parfümerie. Bei der Verwendung in den genannten Bereichen ist genau dieser verhältnismäßig niedrige Schmelzpunkt gewünscht und vorteilhaft. Wenn die Butter allerdings deutlich über 36°C erhitzt wird, ist das Nachreifen, sprich das vollständige Durchhärten, sehr stark verzögert. Zusätzlich sinkt der Schmelzpunkt der wieder gehärteten Masse deutlich, da instabile Kristallgitter gebildet werden. Das bedeutet, dass das daraus entstandene Produkt schon bei unter 30°C schmelzen kann.

Damit diese Problem nicht auftritt gibt es verschieden Möglichkeiten dem entgegen zu wirken:

Optimal ist, die Kakaobutter nur bis maximal 36°C zu erhitzen, damit die stabilen polymorphen kristallinen Strukturen erhalten bleiben. Danach hat sich ein langsames Abkühlen als vorteilhaft erwiesen, nach spätestens 4 Tagen, je nach Umgebungseinflüssen, sollte die Butter wieder ausgehärtet sein, und denselben Schmelzpunkt besitzen, wie vor dem schonenden Erhitzen.

Eine weitere Möglichkeit ist das "Impfen", wie es auch bei der Herstellung von Schokolade oder Kuvertüre eingesetzt wird. Hier erhitzt man 90% der nötigen Kakaobutter auch auf höhere Temperaturen. Die restlichen 10% allerdings nur auf maximal knapp über 33°C. Wenn die Masse mit der niedrigeren Temperatur unter Rühren dem anderen, deutlich wärmeren Teil zugesetzt wird impfen diese 10% die restliche Butter mit stabilen Kristallen. Diese regen den anderen Teil an, ebenfalls wieder stabile Kristalle zu bilden.

Bewährt hat sich außerdem ein Schmelzen im Wasserbad oder Backofen bei 50°C, dabei kann die Hitze gleichmäßig einwirken, was zu einem sehr sanften Schmelzen führt. Muss die flüssige Masse laut Rezept danach z.B. an Wachse mit einem deutlich höheren Schmelzpunkt gegeben werden fördert ein langsames Abkühlen unter stetigem Rühren ebenfalls die Bildung stabiler Kristallstrukturen. Es wird stetig gerührt, bis die Konsistenz der Masse deutlich anzieht. 

Viel Spaß beim Rühren 😉

Sprudelnde Badekugeln, ganz einfach selber machen!

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