Grundrezept Gehackter Mürbeteig (süß)

Jedes Jahr zu Weihnachten werden unzählige Kekse und Plätzchen gebacken und vernascht. Viele davon entstehen aus Mürbeteig, diesen herzustellen ist auch für den Laien gar nicht schwer! Wenn Du trotzdem ganz genau wissen willst, wie das funkitoniert und wie man aus dem Teig auch noch die Grundlage für wundervollen Kuchen knetest, kannst Du hier nachlesen. Die Hexe präsentiert das Grundrezept Gehackter Mürbeteig (süß), damit kannst Du Motiv- oder Stempelkekse genauso wie den Boden eines Blechkuchens zaubern!

Klassiker
Suesspink
Sojafrei

Zutaten:

Für den Teig:

300 g Weizen- oder Dinkelmehl Type 1050
1 Prise Salz
200 g kalte Butter
100 g Zucker
1 Ei Größe M

Als Geschmackszutaten:

Vanille, gemahlen
oder als
Vanillezucker

Zitronen- oder Orangenschale,
frisch abgerieben

Zum Verarbeiten:

Teigkarte
Alufolie
oder
gut schließende Schüssel
Nudelholz

Zubereitung:

Der Gehackte Mürbeteig gehört meiner Ansicht nach zu den Teigen mit einer einfachen Zubereitung. Allerdings tut man sich natürlich wesentlich leichter, wenn man den einen oder anderen Kniff dazu kennt.

So einfach ist die Zubereitung:

Siebe das Mehl in eine Rührschüssel oder gleich direkt auf die Arbeitsplatte.

Der Zucker und das Salz kommen darauf, dann formst Du mittig eine kleine Mulde. Schlage das Ei auf und gib es in die Vertiefung.

Schneide nun die gekühlte Butter in dünne Stücke oder Scheiben und verteile sie auf dem Mehl-Zucker-Berg.

Ich arbeite gerne mit einer Teigkarte, damit holst Du Dir seitlich nach und nach Mehl mittig nach oben und "hackst" die Zutaten gründlich durch, bis das Flüssige der Eier durch das Mehl größtenteils gebunden ist.

Das wiederholst Du einige Male, dann verknetest Du die so entstandenen Stücke mit möglichst kalten Händen zügig zu einem geschmeidigen Teig. Diese Art Mürbeteig herzustellen nennt sich aus diesem Grund "Gehackter Mürbeteig", dass ist interessant zu wissen, spielt in der Praxis allerdings keine große Rolle. Du solltest die Zutaten zügig zu einem Teigballen verkneten.

Falls Du eben eine größere Menge Teig hergestellt hast kannst Du ihn in Portionen teilen und so kühl stellen.

Tipp:

Wenn Du für das Kneten zu lange brauchst kann es passieren, dass der Teig bröselig wird. Dann kannst Du versuchen ihn zu retten, indem Du etwas Milch unterknetest um ihn geschmeidiger zu machen. Sollte das nicht helfen verwende den bröseligen Teig einfach als Streusel für einen Kuchen Deiner Wahl weiter.

Alternativ gibt es noch den gerührten Mürbeteig, dabei wird zimmerwarme Butter verwendet, die anfangs schaumig gerührt wird. Dann werden nach und nach die anderen Zutaten zugegeben. Diese Art der Zubereitung ist etwas zeitintensiver und der fertige Teig muss dann auch etwas länger kühlen. Aber die Konsistenz ist eine völlig andere, eher weich und leicht.

Wickel Deinen fertigen Teig in Folie und stelle ihn mindestens zwei Stunden kalt. Mürbeteig kann auch gut am Vortag vorbereitet werden, dann wird er bis etwa eine Stunde vor der Verarbeitung im Kühlschrank (oder einem sehr kühlen Raum) gelagert. Wenn es ausnahmsweise einmal ganz schnell gehen soll kannst Du den Teig auch nur für 20 Minuten in die Kühltruhe geben.

Mürbeteig kann ohne Probleme bis zu sechs Monaten eingefroren werden.

So wird der Mürbeteig weiter verarbeitet:

Nimm den gekühlten Mürbeteig etwa eine Stunde vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank, damit er weicher wird und siebe etwas Mehl auf die Arbeitsfläche.

Wenn Du Kuchen backen möchtest geht es so weiter:

Teile den Mürbeteig ein Drittel zu zwei Drittel auf. Die größere Menge wird für den Boden benötigt, die kleinere für den Rand. Lege den Boden der runden Springform mit Backtrennpapier aus und klemme den Boden fest, dann kann es schon los gehen.

Du kannst den Boden entweder mit einem Nudelholz auswellen oder mit der Hand flach und in Form drücken.

Teile dann das Teigstück für den Rand in vier gleich große Teile und forme diese zu dicken Wülsten, diese werden dann nur noch angedrückt.

oder so:

Belege ein Blech mit Backtrennpapier und welle den Mürbeteig mit Hilfe eines Nudelholzes oder einer Backblechrolle sehr dünn aus.

So werden Kekse oder Plätzchen daraus:

Falls Du Kekse oder Plätzchen daraus backen möchtest macht es Sinn den Teig in Portionen zu teilen und immer nur ein Stück weiter zu verarbeiten. Die anderen Stücke ruhen solange noch.

Knete die Portion Teig durch, die Du auswellen möchtest, versuche auch das zügig zu tun, damit der Teig nicht zu warm wird und sich gut verarbeiten lässt. Drücke den Teigballen nach dem Kneten etwas flacher und nimm dann das Nudelholz zur Hand.

Löse den Teig beim Auswellen immer wieder von der Arbeitsfläche , bestäube ihn mit etwas Mehl und wende ihn dann.

Ganz zum Schluß kannst Du die Teigplatte mit einer Backpalette lösen, damit die ausgestochenen Kekse sich beim Abnehmen vom Untergrund nicht verziehen.

Lege die ausgestochenen Kekse oder Plätzchen auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Backblech. Sie gehen nur minimal auf, Du musst also nur wenig Abstand halten.

Backe die Kekse, bis sie am Rand deutlich sichtbar zu bräunen anfangen. Ich persönlich bevorzuge eine Backtemperatur von 170°C bis 180°C Ober- und Unterhitze. Du kannst sie auch bei 200°C backen, musst dann aber aufpassen, da sie schnell bräunen und wenn man nicht aufpasst auch schnell einmal zu dunkel werden. Wenn Du die Plätzchen aus dem Ofen nimmst ohne das eine deutliche Bräunung zu sehen ist kann es allerdings sein, dass sie nicht ganz durch sind und teigig schmecken.

Lass die Kekse entweder auf einem Backgitter oder dem Backblech gut abkühlen. Danach kannst Du sie weiter verarbeiten, mit Schokolade oder Zuckerguß glasieren oder mit Marmelade oder Nuss Nougat Creme füllen.

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