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Glutenfreies Hanfbrot

Es gibt wenig Dinge, die einem wirklich fehlen und die man gerne zurück hätte. Eines davon war bei mir dunkles Holzofenbrot, ich finde das passt zu allem einfach hervorragend! Also habe ich mich daran gemacht es so gut wie möglich aus glutenfreien Zutaten "nachzubauen". Heraus gekommen ist dieses wundervolle glutenfreie Hanfbrot, das wie immer natürlich auch vegan ist! Ich habe es ausführlich mit pikanten und süße Brotaufstrichen getestet und für sehr gut befunden! Deshalb gibt es das Rezept ab heute hier auf dem Hexenlabor Blog in schriftlicher Form mit vielen Fotos zur Zubereitung. Lasst Euch verführen und zaubert doch einfach selber einmal so ein wunderbares glutenfreies Brot, es lohnt sich!

Vegan
Glutenfrei
Laktosefrei
Zuckerfrei
Eifrei

Zutaten:

Für den Teig:

1 leicht geh. EL FiberHUSK (12 g)
2 leicht geh. TL Xanthan (5 g)
600 ml Mineralwasser, spritzig

200 g Buchweizenmehl
100 g glutenfreie Mehlmischung (Mix B, Brot-Mix von Schär)
100 g Teffmehl
100 g Hanfmehl
(von Rapuzel)
10 g Salz
1 EL Brotgewürz

2 EL Pflanzenöl, neutral
1 EL Apfelessig, naturtrüb

Für das Garkörbchen:

Stärkemehl

Außerdem:

2 Lagen Backtrennpapier

Zubereitung:

Die Zubereitung des Teiges geht recht einfach und unterschiedet sich nur in wenigen Punkten von der Zubereitung eines herkömmlichen Brotteiges!

So einfach geht es:

Brösel die Hefe in eine Rührschüssel, messe das Wasser ab und weiche die Hefe darin ein. Nach ein paar Minuten kannst Du die Hefe mit etwas Rühren im Wasser auflösen.

Messe als nächstes FiberHUSK und Xanthan ab und rühre sie in das Hefewasser ein. Rühre dabei kräftig mit einem Schneebesen um, damit sich keine Klümpchen bilden.

Wenn Du die Zeit hast lass dem Flohsamenschalenpulver und dem Bindemittel ewas Zeit (10 Minuten) um aufzuquellen und abzubinden.

Nun folgen die "trockenen" Zutaten, also die Mehle, das Salz und das Brotgewürz, wiege sie in einer Schüssel ab, mische sie und gib noch den Apfelessig und das Öl dazu.

Fülle das Gelee mit in die Schüssel auf das Mehl und verknete anschließend alle Zutaten mit den Knethaken zu einem gleichmäßigen Hefeteig.

Decke den Teig ab und lass ihn an einem nicht zu warmen, zugfreien Ort etwa eine Stunden auf die eineinhalbfache bis doppelte Größe gehen.

Bereite das Brotkörbchen vor, stäube es großzügig mit (Stärke-)Mehl ein und belege ein Backblech mit Backtrennpapier.

Knete den Teig noch ein zweites Mal und fülle ihn danach in das Garkörbchen. Drücke es etwas in die Form und streiche die Oberseite und die Seiten soweit möglich glatt. Das geht leichter, wenn Du etwas glutefreies Mehl darauf siebst, dann klebt der Teig nicht mehr so.

Decke Dein glutenfreies Hanfbrot ab und lass den Laib noch einmal für etwa 15 Minuten gehen, bevor es in den vorgeheizten Backofen zum Backen geschoben wird. Stelle Deinen Kurzzeitwecker direkt nach dem Abdecken auf 15 Minuten, heize dann den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vor. Nach weiteren 15 Minuten sollte der Ofen die Temperatur erreicht haben, sodass das Brot hinein gegeben werden kann.

Stürze dann den gegangenen Brotlaib vorsichtig auf das Backblech, decke es mit dem zweiten Stück Backtrennpapier ab und schiebe das Brot in den Ofen, in die zweite Schiene von unten. Reduziere nun die Temperatur auf 220°C.

Die Backzeit beträgt etwa 60 Minuten bei 220°C Ober-/Unterhitze und vorgeheiztem Backofen bei 250°C Ober-/Unterhitze.

Prüfe nach 60 Minuten mit dem Klopftest, ob das Brot durchgebacken ist. Wenn es hohl klingt schließt Du die Backofentüre noch einmal, schaltest den Ofen aus, aber belässt das Brot noch 15 Minuten im heißen Backofen.

Nimm das Brot dann aus der Form und lass es auf einem Backrost mindestens eine Stunde abkühlen, bevor Du es anschneidest.

Dann darfst Du Dich hoffentlich genauso wie ich freuen, dass Dein glutenfreies Hanfbrot genauso aussieht, wie es aussehen sollte.

Das Brot hat eine wunderbar knusprige Kruste, geschmacklich ist es nah an einem dunklen Holzofenbrot mit hohem Roggenanteil! Es lässt sich - wenn es ganz abgekühlt ist - wunderbar in Scheiben schneiden. Diese kannst Du einfrieren, später einzeln entnehmen und bei Bedarf im Toater kurz aufbacken, dann schmecken sie wie frisch aus dem Ofen!

Guten Appetit!

Glutenfreies Hanfbrot frisch aus dem Ofen, das schmeckt einfach köstlich!

Tipp:

Glutenfreies Kochen und Backen

Food Oase GmbHGlutenfreies Kochen ist gar nicht so schwer, solange man Gerichte aus frische Zutaten selbst zubereitet. Hier hast Du selber in der Hand welche Zutaten Du verwendest und einge davon gibt es inzwischen in einer glutenfreien Version. Dazu gehören zum Beispiel Haferflocken oder Semmelmehl.

Wenn es Dir allerdings so geht wie mir, hast Du beim täglichen Einkaufen wenig bis keine Auswahlmöglichkeit und manche Produkte bekommst Du selbst im Reformhaus nicht! Daher kaufe ich bestimmte Lebensmittel, etwa vegane Alternativen, laktose- oder glutenfreie Produkte, am liebsten online ein. Meist gibt es sogar größere Gebinde und beim Vorratseinkauf sparst Du Dir oft sogar die Versandkosten.

Einen Shop, den ich uneingeschränkt empfehlen kann ist die FoodOase, hier habe ich schön öfters bestellt und bin sehr zufrieden mit dem Service. Auf der Seite selbst wird das Einkaufen durch einen Allergiefilter vereinfacht, so bekommst Du auch wirklich nur die Produkte vorgeschlagen, die Du verträgst.

Das glutenfreie Backen habe ich in den letzten Jahren vermieden, die wenigen Versuche, die ich gestartet fiberHUSKhabe, waren meist nicht erfolgreich, im Gegenteil, reinste Desaster. Durch Zufall bin ich auf ein Produkt aufmerksam geworden, dass ich bisher sehr erfolgreich getestet habe. Es handelt sich um Flohsamenschalen der Firma FiberHUSK. Durch ihr enormes Quellvermögen nehmen sie viel Flüssigkeit auf und beeinflussen dadurch die Konsistenz der Backwaren positiv. Die Krume sieht endlich so aus, wie man sie sich auch bei glutenfreiem Gebäck wünscht! Weich, fluffig, locker - einfach wundervoll. Und bevor ich es vergesse, FiberHUSK könnt ihr übrigens auch bei der FoodOase bestellen .

Warum ist handelsüblicher Essig oder Wein nicht vegan? Warum sollte ich zur naturtrüben Variante greifen?
Gute Frage, wenn ich ehrlich bin, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass Essig oder Wein nicht vegan sein könnte, bevor ich angefangen habe mich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Unbestritten ist Wein und Weinessig ein Produkt aus vergorenen Trauben. Aber leider werden tierische Bestandteile wie Gelantine, Kasein, Albumin und Hausenblase (Schwimmblase von Fischen) verwendet, um Weine und Essig zu filtrieren und klären. Wenn ich ehrlich bin hinterlässt das bei mir, obwohl ich mich nur teilweise vegan ernähre, einen äußerst negativen Nachgeschmack.
Aber es gibt inzwischen einige Firmen, die naturtrüben Essig und Winzer, die vegane Weine produzieren! Dort wird statt tierischem Eiweiß Aktivkohle, vegetabile Gelantine oder Sedimentation zur Klärung eingesetzt oder der Essig wird einfach naturtrüb belassen.
Es geht also auch anders und dafür bin auch bereit etwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen!

Mit den richtigen Zutaten ist es ganz einfach gebacken, das glutenfreie Hanfbrot aus der Hexenbackstube!

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