Vegane Matcha Schokolade

Ich habe beim letzten Einkauf einige Matcha Schokoladen entdeckt, natürlich wurde dadurch mein Ehrgeiz geweckt. Neben einer herkömmlichen Matcha Schokolade musste ich unbedingt auch versuchen eine vegane Matcha Schokolade zu zaubern. Was soll ich sagen, es hat erstaunlich gut geklappt! Ich habe mir erlaubt das Rezept noch mit etwas Zitronenschale zu pimpen und das typisch erdige Matcha-Aroma dadurch zu unterstützen. Hier findet Ihr also das Rezept für eine wundervolle vegane Matcha Schokolade aus dem Hexenhaus! Probiert es doch einfach einmal aus, egal ob zum Selbergenießen oder Verschenken, die vegane Matcha Schokolade ist etwas ganz Besonderes!

Suesspink
Vegan
Glutenfrei
Laktosefrei
Sojafrei
Eifrei

Zutaten:

Für die Schokolade:

100 g weißes Mandelmus
100 g Kakaobutter
1 EL Matchapulver
3 g Zitronenschalen-
pulver
75 g Puderzucker

Für die Form:

Alufolie,
Backtrennpapier,
Silikonformen
oder
Pralinenförmchen

Zubereitung:

Dieses Rezept für eine vegane Verion von Matcha Schokolade ist ganz einfach zu zaubern!

Es braucht nur, wie bei den anderen Schokoladen auch, etwas Wartezeit. Das erste Mal, um die benötigten Zutaten langsam schmelzen zu lassen. Das zweite Mal Wartezeit, bis die leckere Schokolade fest geworden ist. Danach kannst Du sie noch einmal schmelzen lassen und wiederrum fest werden lassen, dann wird das Ergebnis gleichmäßiger.

Auch für diese vegane Matcha Schokolade gelten dieselben Regeln zum Gelingen, wie für die anderen selbst gemachten Schokoladen, welche zum Großteil aus Kakaobutter bestehen. Die Zutaten dürfen nur langsam bei milder Hitze geschmolzen werden, die Temperatur sollte 30°C nicht wesentlich überschreiten. Es darf kein Wasser, nicht mal ein Tropfen, in die zukünftige Schokolade gelangen. Sonst klumpen die festen Zutaten zusammen und setzen sich vom puren Fett ab, leider ist dann auch nichts mehr zu retten.

So, jetzt aber zur Zubereitung der veganen Matcha Schokolade:

Fülle die Kakaobutter und das Mandelmus in eine irdene Schüssel.

Siebe dann den Puderzucker, das Zitronen- und das Matchapulver darauf.

Ich bringe für das Wasserbad etwa einen Liter Wasser im Wasserkocher zum Kochen, fülle diesen in einen kleinen Topf und achte dabei darauf, dass die irdene Schüssel deutlich größer im Durchmesser ist, als der Topf. Setze dann die irdene Schüssel auf den Topf mit dem heißen Wasser und lass die Kakaobutter langsam auf dem sich bildenden Wasserdampf schmelzen. Das kann durchaus 30 Minuten in Anspruch nehmen.

Nach und nach lassen sich die andere Zutaten gut unterrühren und es entsteht eine gleichmäßige Masse.

Die Zutaten sollten nicht wärmer als 32°C werden, lass sie also ganz langsam schmelzen.

Nimm die Schüssel lieber vom Wasserbad, bevor die Kakaobutter ganz geschmolzen ist. Rühre dann um, bis sich auch noch die letzten Reste aufgelöst haben.

Lass die Schokoladenmasse jetzt in der Schüssel oder auf Alufolie oder Backtrenpapier fest werden. Sollte die Schokolade nach dem Festwerden keine gleichmäßige Konstistenz haben kannst Du bei den Tipps nachlesen, wie Du die vielleicht doch noch retten kannst.

Erhitze sie ein zweites Mal bei milder Hitze und fülle sie dann in Pralinen Förmchen oder streiche sie wieder auf Alufolie aus.

Stelle die vegane Matcha Schokolade zum Festwerden kühl, allerdings nicht in den Kühlschrank, das ist zu kalt! Sonst können sich Zucker oder Fett wie ein weißer Schleier auf der Oberfläche der Schokolade absetzen. Die besten Ergebnisse hatte ich bisher bei Zimmertemperatur erhalten.

Nimm die Pralinen aus der Form oder schneide die Platte in kleinere Täfelchen, natürlich kannst Du sie auch in dekorative Stücke brechen.

Die Pralinen oder Täfelchen aus veganer Matcha Schokolade eignen sich besonders gut zum Verschenken, verpackt in ein Einmachglas oder Cellophantüten machen sie eine wundervolle Figur!

Viel Spaß beim Naschen oder Verschenken!

Vegane Matcha Schokolade mit erdig zitronigem Aroma!

Tipp:

Gemahlene Zitronenschale - der Frischekick

Im Winter - besonders in der Weihnachtsbäckerei - kommen bei mir viele Zitrusfrüchte zum Einsatz. Da ich meist Bio Früchte kaufe nutze ich auch die Schale, wenn ich für ein Rezept eigentlich "nur" den Saft benötige. Eine Teil der Schale schneide und trocke ich, danach wird sie in einer kleinen elektrischen Kaffeemühle zu feinem Pulver gemahlen. Gemahlene Zitronenschale kann man aber ebenso kaufen, falls Du Deine Matchaschokolade auch damit aromatisieren möchtest. Du kannst die Zitronenschale aber auch weglassen, dann kommt hauptsächlich das erdige Aroma des Matchapulvers zum tragen.

Gibt es nicht eine einfachere Version?

Ja, die gibt es! Kaufe einfach eine Tafel vegane weiße Schokolade und schmelze sie mit etwas Matchapulver. Falls Du eine ausführliche Anleitung möchtest kannst Du hier nachlesen: Matcha Schokolade

Das Rezept bezieht sich zwar auf herkömmliche weiße Schokolade, aber mit einer veganen Version geht es genauso!

Warum soll Kakaobutter nicht zu heiß erhitzt werden?

Der Schmelzpunkt der Kakaobutter liegt zwischen 30-38 °C. Kakaobutter wird bei der Nahrungszubereitung, z.B. bei der Schokoladenherstellung verwendet, aber auch in der Kosmetik und Parfümerie. Bei der Verwendung in den genannten Bereichen ist genau dieser verhältnismäßig niedrige Schmelzpunkt gewünscht und vorteilhaft. Wenn die Butter allerdings deutlich über 36°C erhitzt wird, ist das Nachreifen, sprich das vollständige Durchhärten, sehr stark verzögert. Zusätzlich sinkt der Schmelzpunkt der wieder gehärteten Masse deutlich, da instabile Kristallgitter gebildet werden. Das bedeutet, dass das daraus entstandene Produkt schon bei unter 30°C schmelzen kann.

Was kann ich dagegen tun?

Optimal ist, die Kakaobutter nur bis maximal 36°C zu erhitzen, damit die stabilen polymorphen kristallinen Strukturen erhalten bleiben. Danach hat sich ein langsames Abkühlen als vorteilhaft erwiesen. Nach spätestens 4 Tagen, je nach Umgebungseinflüssen, sollte die Butter wieder ausgehärtet sein und denselben Schmelzpunkt besitzen, wie vor dem schonenden Erhitzen.

Eine weitere Möglichkeit ist das "Impfen", wie es auch bei der Herstellung von Schokolade oder Kuvertüre eingesetzt wird. Hier erhitzt man 90% der nötigen Kakaobutter auch auf höhere Temperaturen. Die restlichen 10% allerdings nur auf maximal knapp über 33°C. Wenn die Masse mit der niedrigeren Temperatur unter Rühren dem anderen, deutlich wärmeren Teil zugesetzt wird impfen diese 10% die restliche Butter mit stabilen Kristallen. Diese regen den anderen Teil an, ebenfalls wieder stabile Kristalle zu bilden.

Bewährt hat sich außerdem ein Schmelzen im Wasserbad oder Backofen bei 50°C, dabei kann die Hitze gleichmäßig einwirken, was zu einem sehr sanften Schmelzen führt. Muss die flüssige Masse laut Rezept danach z.B. an Wachse mit einem deutlich höheren Schmelzpunkt gegeben werden (etwa bei Rezepten für Körperflegeprodukte), fördert ein langsames Abkühlen unter stetigem Rühren ebenfalls die Bildung stabiler Kristallstrukturen. Es wird stetig gerührt, bis die Konsistenz der Masse deutlich anzieht. 

Schokolade wird "brüchig"

Sollte es Dir passieren, dass die feste Schokolade keine gleichmäßige Masse, sondern lauter kleine Kügelchen bildet, gibt es dennoch eine Möglichkeit sie zu retten. Erhitze dann die Masse auf dem Wasserdampf auf deutlich mehr als 50°C, rühre dabei ständig um und impfe die Masse am Schluß noch mit wenigen Gramm Kakaobutter. Sprich, nimm die flüssige Schokolade vom Wasserdampf und gib 4 oder 5 Plättchen Kakaobutter zu. Da die Schokolade sehr warm ist schmelzen diese Plättchen innerhalb weniger Minuten, unterstütze außerdem die Kristallbildung, indem Du noch etwas weiter rührst. Dann kannst Du die Schokolade in Pralininförmchen oder als Tafel gießen, sie sollte dann auch gleichmäßig aushärten.

Vegane Matcha Schokolade kann man relativ einfach selber machen!

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