Maiwipferlhonig

Heute habe ich ein Rezept für Euch, das aus der Kategorie "Was Oma noch wusste", stammen könnte. Hier kommt eine Anleitung, wie man Maiwipferlhonig ganz einfach selber machen kann!

Zum besseren Verständnis könnte man diesen süßen Brotaufstich auch Fichtenspitzenhonig nennen. Das sagt auch schon recht genau was Ihr dafür benötigt, nämlich die hellen jungen Triebe einer Fichte, alternativ auch Tanne, die Ihr im Mai und auch noch Anfang Juni ernten könnt. Worauf Ihr dabei aber achten solltet schreibe ich weiter unten bei den Tipps, jetzt erst mal viel Spaß mit dem Rezept.

Kraeuter
Vegan
Glutenfrei
Laktosefrei
Sojafrei

Zutaten:

Für den Honig:

4 handvoll Fichtenspitzen
1-2 Bio-Zitronen
Wasser - nach Bedarf
Zucker (doppelte Menge des Suds)

Zum Abfüllen:

Einmachgläser mit Schraub- oder Bügelverschluss

Zubereitung:

Zuerst benötigst Du natürlich die Maiwipferl, diese solltest Du vorher nicht waschen, aber dafür sorgen, dass alle Krabbeltierchen daraus flüchten konnten.

Wasche dann die Bio Zitronen kurz heiß ab, halbiere sie und presse sie aus. Die Schalen sollten allerdings nicht im Müll landen, sondern werden für die Zubereitung des Honigs aufbewahrt.

Fülle die Fichtenzweige in einen großen Topf und bedecke sie mit Wasser.

Gib anschließend den Zitronensaft und die Schalen dazu.

Lass nun den Inhalt des Topfes aufkochen, abkühlen und über Nacht ziehen.

Am nächsten Morgen seihst Du den Inhalt des Topfes ab, es kann durchaus sein, dass der Sud milchig erscheint, das ist vollkommen in Ordnung!

Miss im nächsten Schritt die Flüssigkeit ab, wenn Du nun wie ich beispielsweise 1750 Milliliter Sud erhalten hast, nimmst Du die doppelte Menge an Zucker, also in diesem Fall 3500 Gramm Zucker.

Gib den Zucker zum Sud und löse ihn beim Erhitzen unter Rühren auf.

Danach darf der Sud solange weiterköcheln, bis er bernsteinfarben ist und eine dickflüssige Konsistenz besitzt. Das kann durchaus einige Stunden dauern, dabei solltest Du von Zeit zu Zeit umrühren.

Du kannst zum Test etwas von dem Honig auf einen Unterteller tröpfeln, etwas warten und testen wie fest er ist, wenn er abgekühlt ist.

Sollte sich Schaum gebildet haben nimmst Du diesen mit einer Schöpfkelle ab, bevor Du den Honig noch heiß in sterilisierte Schraub- oder Einmachgläser abfüllst.

Nun muss er nur noch etwas abkühlen, dann kann er schon vernascht werden.

Guten Appetit!

Aus diesen Maiwipferl werden in den nächsten Tagen einige leckere Dinge gezaubert!

Tipps:

Das Sammeln von Fichtenspitzen

Grundsätzlich solltest Du den bei öffentlichen Waldstücken den Förster fragen ob und wo gesammelt werden darf.

Die Maiwipferl, Fichten- oder Tannenspitzen sollten dort gesammelt werden, wo sich möglichst keine Abgase niederschlagen. Ebenfalls sollte in der Nähe nicht gedüngt oder gespritzt werden.

Wenn Du Maiwipferl sammelst achte bitte darauf, nicht alle frischen Triebe eines Astes abzunehmen, da dieser Ast sonst keine Möglichkeit hat in diesem Jahr weiter zu wachsen. Verschone ebenso sehr junge Bäume. Gesammelt werden sollte vor allem von innen wachsenden Ästen.

Wenn Du Dir unsicher bist, welche Nadelbäume tatsächlich Fichten oder Tannen sind, lass Dich von jemanden beraten, der sich damit auskennt! Fichte und Tanne sind ungiftig, die Eibe ist es allerdings nicht! Und tatsächlich kann die Fichte leicht mit der Eibe verwechselt werden. Lies Dir vorher genau durch, wie Du sie unterscheidest, orientiere Dich dabei auch am Stamm! Und nimm Dir, wenn Du unsicher bist lieber jemanden mit, der sich wirklich gut auskennt.

Maiwipferlhonig - süß, lecker und vor allem selbstgemacht!

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