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Veganes Bärlauchpesto mit Walnüssen und getrockneten Tomaten

Bärlauchzeit, eine der kulinarisch leckersten Zeiten für die Hexe! Damit fängt für mich der Frühling so richtig an und während im Hexenhaus Bärlauch verarbeitet wird duftet es einfach wundervoll nach dem grünen Kraut. Eine der einfachsten Möglichkeiten den Geschmack von Bärlauch haltbar zu machen ist die Zubereitung von Pesto. Das geht schnell und einfach und das Pesto kann -solange es mit Olivenöl bedeckt ist- fast unendlich im Kühlschrank gelagert werden. Diese Rezept verwendet heimische Walnüsse statt Pinienkerne und getrocknete Tomaten, die dem Pesto einen vollen Geschmack verleihen.

Kraeuter
Vegan
Glutenfrei
Laktosefrei
Sojafrei

Zutaten:

Für das Pesto:

65 g Bärlauch
2-3 Knoblauchzehen
70 g getrocknete Tomaten
1 TL Meersalz
Bunter Pfeffer,
frisch gemahlen
65 g Walnüsse
150 g Olivenöl,
extra nativ

Zum Bedecken:

etwas Olivenöl

Zum Abfüllen:

Schraubgläser

Zubereitung:

Die Zubereitung von Pesto geht so schnell, dass es sich lohnt etwas mehr auf Vorrat zuzubereiten, da Bärlauch nur wenige Wochen im Jahr zu bekommen ist. Damit kannst Du Dir den einzigartigen Geschmack von Bärlauch einige Wochen länger genießen.

So einfach geht es:

Als erstes sind die Walnüsse an der Reihe, röste sie bei mittlerer Hitze unter ständigem Wenden ohne Fett in einer Pfanne, bis sie herrlich duften. Achte darauf, dass sie Pfanne auch dann noch heiß ist, wenn Du sie von der Kochplatte nimmst. Fülle sie also entweder in einen anderen Behälter oder wende sie noch etwas weiter.

In der Zwischenzeit kannst Du Deine Schraubgläser vorbereiten, sie sollten im Idealfall ausgekocht werden. Ich nehme kleine Aufstrichgläser, das sind schöne kleine Portionen und können auch gut verschenkt werden.

Danach benötigst Du die anderen Zutaten, also den Bärlauch, dieser sollte grob geschnitten werden. Die Knoblauchzehen werden geschält und fein gewürfelt, die getrockneten Tomaten grob geschnitten.

Fülle alle geschnittenen Zutaten und die gerösteten Walnüsse in einen Mixbecher und gib ebenfalls das Salz und den frisch gemahlenen Pfeffer dazu.

Zuletzt kommt noch das Olivenöl dazu, dann wird alles gemixt. Anfangs ist es praktisch im Intervall zu mixen, bis alle Zutaten eingearbeitet sind.

Dabei kannst Du selbst die Konsistenz bestimmen, von grob bis fein gemixt, ganz wie Du es am liebsten magst.

Nun muss das fertige Pesto nur noch in die Gläschen abgefüllt werden. Achte dabei darauf, dass sich möglichst keine Luftblasen bilden. Streiche am Schluß die Oberfläche glatt und fülle soviel Olivenöl darauf, dass das Pesto ganz bedeckt ist. Somit ist es luftdicht abgeschlossen und lange haltbar.

Lass das Pesto mindestens 48 Stunden durchziehen, bevor Du es genießt!

Guten Appetit!

So wuchs der Bärlauch im zweiten Jahr nach dem Pflanzen in meinem Hexengärtchen

Vorratshaltung von Bärlauch ...

... ist leider gar nicht so einfach! Das Einfrieren von Bärlauch funktioniert pur leider gar nicht, da der Geschmack dabei verloren geht. Also bleibt nur, ihn zu verarbeiten und so möglichst lange haltbar zu machen. Bärlauchbrot und Bärlauchbutter, auch die vegane Version hingegen lässt sich wunderbar einfrieren.

Noch eine Möglichkeit ist die weiter oben genannte Bärlauchpaste, hier wird das Wildkraut mit Salz haltbar gemacht. Außerdem gibt es im Hexenlabor noch ein Rezept für Bärlauchsalz und Bärlauchpesto, auch so hast Du noch länger etwas von dem zauberhaften Kraut.

Schnell aufs Brot

Aus Quark, Frischkäse, Joghurt oder einer veganen Creme kannst Du mit Bärlauchpesto oder Bärlauchpaste super schnell einen wundervollen Dip oder Brotaufstrich zaubern! Rühre etwa auf 125 Gramm Frischkäse einen Teelöffel Pesto ein und würze wenn Du magst noch etwas mit Salz, Pfeffer und Senf nach, fertig ist ein leckere Bärlauch Frischkäse, der nicht nur auf dem Brot schmeckt.

Leider kann ich keinen frischen Bärlauch mehr ernten und bekomme auch keinen im Handel mehr!

Du bekommst keinen frischen Bärlauch mehr, hast aber die wundervolle Bärlauchpaste noch im Kühlschrank? Na, dann ist doch die Bärlauchcreme gerettet. Nimm einfach statt dem frischen Bärlauch etwas Bärlauchpaste, aber denke daran, dass Du dann auch das Salz reduzieren solltest, da in der Paste Salz enthalten ist, um sie haltbar zu machen!

Olivenöl, die Hexe liebt es!

Ich verwende gerne Extra natives Olivenöl, wenn möglich noch in Bio Qualität. Dafür gebe ich auch gerne etwas mehr Geld aus, wichtig ist natürlich auch, dass es schmeckt, hier hilft einfach nur probieren!

Damit Du beim nächsten Einkauf die verschiedenen Bezeichnungen besser einordnen kannst kommt hier eine kleine Warenkunde für Dich:

Natives Olivenöl, was ist das eigentlich?

"Als natives Olivenöl wird bezeichnet, was aus der Frucht des Ölbaums, nur unter Verwendung mechanischer oder sonstiger physikalischer Verfahren gewonnen wird, ohne die Qualität des
Öl´s zu beeinträchtigen. Keine andere Behandlung als Waschen, Dekandieren, Zentrifugieren und Filtrieren durften angewendet werden..."(frei nach EU-Verordnung).

Natives Olivenöl (extra)
Nativ bedeutet "naturbelassen", extra in diesem Fall "besonders gut", es steht für die höchste Qualitätsstufe. In Deutschland ist praktisch nur "natives Olivenöl extra" im Handel.
Olivenöl enthält einen besonders hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E, Polyphenole (Scharf- und Bitterstoffe, gelten als entzündungshemmend und krebsvorbeugend), Wachs, Chlorophyll, Alkohole und Ester.
Das Wachs im Olivenöl ist für das Kristallisieren oder Ausflocken bei einer Temperatur unter 7°c verantwortlich. Dieses stammt aus der Schale der Oliven, ist ein ganz natürlicher Bestandteil und wird bei den Temperaturen schon fest. Chlorophyll ist schlicht und einfach das grüne Farbpigment, welches auch das Öl grün färbt.

Raffiniertes Olivenöl
Raffiniertes Öl muss nicht explizit gekennzeichnet werden, auch die Kennzeichnung "naturbelassen" trifft keine Aussage in Bezug auf die Qualität des jeweiligen Öls. Raffiniertes Öl ist günstiger in der Herstellung und hat eine größere Ausbeute, dadurch kann es wesentlich günstiger angeboten werden. Der Geschmack ist durch die Entfernung einiger Inhaltsstoffe, wie Vitamine und wertvollen Fettsäuren neutraler, dadurch kann es vielseitiger eingesetzt werden. Deshalb ist es auch länger haltbar und kann leichter aufbewahrt werden, außerdem kann das Öl dadurch höher erhitzt werden und ist so zum Braten, Kochen und Frittieren geeignet.

Kann ich kaltgepresste Öle auch fürs Kochen und Braten benutzen?

Weil mir die Frage einfach keine Ruhe gelassen hat habe ich noch einmal nachgeforscht und bei mindestens zwei Quellen folgendes gefunden:

Natives Olivenöl kann durchaus auch zum Dünsten, Braten und Kochen verwendet werden, wenn die erreichte Hitze (im Topf oder der Pfanne) 180°C nicht übersteigt. Das ist wohl nicht der Fall, wenn man das Öl bei mittleren Temperaturen erhitzt und das zimmerwarme Brat- oder Kochgut dann hinein gibt. Schon ab etwa 140°C wird das wertvolle Vitamin E, der Farbstoff Chlorophyll oder vorhanden Fruchtfäden zerstört, aber es finden keine wesentlichen chemischen Veränderungen statt, die eine gesundheitliche Beeinträchtigung zur Folge haben könnten.

Auch beim kaltgepressten Olivenöl gibt es verschiedene Stufen, siehe oben. Die Erstpressung wird meist als "natives Olivenöl extra" bezeichnet und beinhaltet die meisten wertvollen Inhaltsstoffe. Die Zweitpressung ergibt das "native Olivenöl" und ist in erster Linie naturbelassen. Wenn dann mit rein mechanischen Verfahren kein Öl mehr aus den Früchten zu gewinnen ist kommt die Chemie zum Einsatz und es entsteht das "raffinierte Olivenöl", das allerdings auch relativ aufwendig wieder gereinigt werden muss. Dieses Öl wird zum Frittieren oder scharfem Anbraten empfohlen.

Mein persönliches Fazit:

Zum Dünsten, Anbraten bei mittleren Temperaturen von Fleisch und Gemüse und Kochen werde ich zukünftig natives Olivenöl verwenden. Für kalte Speisen oder Salate werde ich das besonders hochwertiges native Olivenöl extra verwenden. Für ganz besonders heiße Angelegenheiten, wie Grill oder scharfes Anbraten in der Pfanne werde ich weiterhin zu einem raffiniertem Pflanzenöl mit neutralem Geschmack greifen.

Frisch geschnittener Bärlauch, wie das duftet!

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