Vegane Zartbitter-Schokolollies

Diese leckeren Schokolollies sind eine schöne Geschenkidee für die Liebhaber von Zartbitterschokolade. Die Zubereitung geht ganz schnell und in eine Cellophantüte verpackt sehen sie einfach wundervoll im Osternest aus!

Suesspink
Vegan
Glutenfrei
Laktosefrei
Sojafrei
Zuckerfrei

Zutaten:

Für die Schokolade:

90 g Kakaobutter
20 g Kakaopulver
1 Prise Meersalz
1/4 TL gemahlene Vanilleschote
50 g Agavendicksaft

Nach Belieben:

gehackte Nüsse
Chili, Pfeffer...
Kakaonibs

Für die Form:

Silikonform
Lolliestäbchen

Zubereitung:

Es braucht nur etwas Wartezeit, das erste Mal, um die benötigten Zutaten langsam schmelzen zu lassen. Das zweite Mal Wartezeit, bis die leckere Schokolade endlich fest geworden ist. Da auch diese vegane dunkle Süßigkeit zu einem Großteil aus Kakaobutter besteht, gelten dieselben Regeln wie bei allen anderen selbst gerührten Schokoladen zum Gelingen. Die Zutaten dürfen nur langsam bei milder Wärme geschmolzen werden. Es darf kein Wasser, nicht mal ein Tropfen, in die zukünftigen Schokolade gelangen. Sonst klumpen die festen Zutaten zusammen und setzen sich vom puren Fett ab, leider ist dann auch nichts mehr zu retten.

Die Zubereitung dieser Schokolollies ist ganz einfach:

Schmelze zuerst die Kakaobutter über dem Wasserbad. Beachte dabei, dass die Kakaobutter nicht über 36°C erhitzt werden sollte (näheres findest Du weiter unten beim Tipp).

Bereite in der Zwischenzeit die Formen mit den Stäbchen vor.

Gib dann Kakaopulver, Salz, gemahlene Vanilleschote und Agavendicksaft zu und verrühre alle Zutaten gut. Rühre noch weiter, am besten bis die Masse etwas anzieht. Du kannst die Schokolade ganz nach Geschmack verfeinern.

Ich habe gehackte Mandeln, Roten Orangenpfeffer, Hibiskussalz und Kakaonibs gewählt, natürlich nur jeweils eine Zutat pro Förmchen. Die Schokolollies mit dem Salz sollten zügig weg genascht werden, da das Salz Feuchtigkeit zieht und die Lollies dann weich werden.

Gieße die flüssige Schokolade in die Förmchen und stelle sie zum fest werden kalt.

Sobald sie durchgekühlt sind können sie vernascht werden!

Hm, nicht zu süß und sehr lecker!

Vegane Zartbitter-Schokolollies, wie verhext sind sie ganz schnell verschwunden!

Tipp:

Welche Formen sind für die vegane Zartbitter Schokolade geeignet?

Die Lollies sind ein tolles Geschenk, aber es gibt natürlich auch andere Förmchen, die sich gut für diese Schokolade nutzen lassen. Silikon eignet sich grundsätzlich prima, die Oberfläche wird glatt und die erkaltete Schokolade lässt sich gut daraus lösen. Ob Du Pralinenförmchen, Stangen oder Lollies wählst bleibt dabei ganz Dir überlassen.

Du kannst auch Schokoladentafeln herstellen, es gibt dafür sogar extra Förmchen. Alternativ wird die Schokolade einfach auf Alufolie gestrichen und mit den Geschmackszutaten belegt.

Zum Verfeinern der Schokolade eignen sich natürlich auch noch andere Zutaten: Gefriergetrocknete oder kandierte Früchte, Chilifäden, exotische Gewürze... Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Wie man auch oben lesen kann soll Kakaobutter nicht zu heiß erhitzt werden, aber warum eigentlich?

Der Schmelzpunkt der Kakaobutter liegt zwischen 30-38 °C. Kakaobutter wird bei der Nahrungszubereitung, z.B. bei der Schokoladenherstellung verwendet, aber auch in der Kosmetik und Parfümerie. Bei der Verwendung in den genannten Bereichen ist genau dieser verhältnismäßig niedrige Schmelzpunkt gewünscht und vorteilhaft. Wenn die Butter allerdings deutlich über 36°C erhitzt wird, ist das Nachreifen, sprich das vollständige Durchhärten, sehr stark verzögert. Zusätzlich sinkt der Schmelzpunkt der wieder gehärteten Masse deutlich, da instabile Kristallgitter gebildet werden. Das bedeutet, dass das daraus entstandene Produkt schon bei unter 30°C schmelzen kann.

Damit diese Problem nicht auftritt gibt es verschieden Möglichkeiten dem entgegen zu wirken:

Optimal ist, die Kakaobutter nur bis maximal 36°C zu erhitzen, damit die stabilen polymorphen kristallinen Strukturen erhalten bleiben. Danach hat sich ein langsames Abkühlen als vorteilhaft erwiesen, nach spätestens 4 Tagen, je nach Umgebungseinflüssen, sollte die Butter wieder ausgehärtet sein, und denselben Schmelzpunkt besitzen, wie vor dem schonenden Erhitzen.

Eine weitere Möglichkeit ist das "Impfen", wie es auch bei der Herstellung von Schokolade oder Kuvertüre eingesetzt wird. Hier erhitzt man 90% der nötigen Kakaobutter auch auf höhere Temperaturen. Die restlichen 10% allerdings nur auf maximal knapp über 33°C. Wenn die Masse mit der niedrigeren Temperatur unter Rühren dem anderen, deutlich wärmeren Teil zugesetzt wird impfen diese 10% die restliche Butter mit stabilen Kristallen. Diese regen den anderen Teil an, ebenfalls wieder stabile Kristalle zu bilden.

Bewährt hat sich außerdem ein Schmelzen im Wasserbad oder Backofen bei 50°C, dabei kann die Hitze gleichmäßig einwirken, was zu einem sehr sanften Schmelzen führt. Muss die flüssige Masse laut Rezept danach z.B. an Wachse mit einem deutlich höheren Schmelzpunkt gegeben werden fördert ein langsames Abkühlen unter stetigem Rühren ebenfalls die Bildung stabiler Kristallstrukturen. Es wird stetig gerührt, bis die Konsistenz der Masse deutlich anzieht. 

Gemacht sind sie schnell: Vegane Zartbitter-Schokolollies

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