Mousse au Chocolat (vegan, glutenfrei)

Die Nachwuchshexen haben eine neues Lieblings Dessert! In der Versuchsreihe: "Was kann ich alles aus Aquafaba zaubern?" entstand dieses wundervolle vegane Mousse au Chocolat! Ich werde nie wieder mein Kichererbsenwasser einfach so entsorgen, diese Mousse schmeckt nicht nur himmlisch, sondern ist auch noch ganz schnell daraus gezaubert. Sie kommt mit nur drei Zutaten aus und ist optisch wie geschmacklich kaum von herkömmlicher Mousse au Chocolat zu unterscheiden. Das ist mal wieder ein tolles Beispiel, dass bei veganer Ernährung der Genuss nicht zu kurz kommen muss!

Suesspink
Vegan
Glutenfrei
Laktosefrei
Eifrei

Zutaten:

Für die Mousse:

175 ml Aquafaba
(1 Pr. Salz)
20 g Zucker
25 g Vanillezucker
100-150 g Zartbitter-
schokolade, vegan

Zum Anrichten:

1 Bio-Orange
Kakaonibs
frische Minzblättchen
Gänseblümchen

Zubereitung:

Diese Mousse au Chocolat unterscheidet sich hauptsächlich in der Auswahl der Zutaten vom französischen Klassiker. Zubereitet wird die süße Köstlichkeit ganz ähnlich zu herkömmlicher Mousse.

Und so einfach geht es:

Bringe etwas Wasser zum Kochen, fülle es in ein Gefäß und stelle eine hitzebeständige Schüssel darauf.

Gib die Zartbitterschokolade in diese Schüssel und lass sie langsam auf dem Wasserdampf schmelzen. Bei den Zutaten ist die Menge mit einer Spanne von 100 bis 150 Gramm angegeben. Je nachdem wie kräftig schokoladig Du die Mousse haben möchtest kannst Du die Menge etwas variieren.

Ich nehme bei 50%iger Zartbitterschokolade 150 und bei 85%iger Schokolade 100 Gramm, sonst wird mir persönlich die Mousse zu herb.

Messe dann das Aquafaba ab (bei den Tipps wird genau erklärt, was das eigentlich ist), in diesem Fall sollte das Bohnenwasser Zimmertemperatur haben, dann lässt sich die flüssige Schokolade wesentlich besser einrühren ohne zu klumpen.

Falls das Aquafaba nicht gesalzen sein sollte kannst Du eine Prise Salz zufügen.

Wiege als nächstes Zucker und Vanillezucker ab und stelle eine große Schüssel - oder mehrere kleine, wenn Du gleich portionieren möchtest - bereit, um die Mousse au Chocolat dann gleich umfüllen zu können.

Fülle das Aquafaba in eine große Rührschüssel, der vegane Eischnee braucht relativ viel Platz. Aus 175 Milliliter Bohnenwasser werden etwa 1000 Milliliter veganer Eischnee!

Beginne auf niedrigster Stufe zu rühren, bis sich oberflächlich Blasen bilden, schalte langsam nach und nach auf die höchste Stufe des Handrührgerätes oder der Küchenmaschine und schlage den veganen Eischnee mindestens acht bis zehn Minuten!

Er erreicht zwar schon vorher das angegebene Volumen, kann aber wieder in sich zusammen fallen, falls er nicht lange genug geschlagen wird.

Lasse nach dieser Zeit während des Schlagens langsam den Zucker einrieseln und rühre so lange weiter, bis er sich vollkommen aufgelöst hat und nicht mehr knirscht.

Nun fehlt eigentlich nur noch die geschmolzene Schokolade, diese sollte zum Einrühren nicht heiß, nur warm sein.

Lass die Zartbitterschokolade unter Rühren langsam einlaufen, wenn sich die Mousse gleichmäßig braun gefärbt hat und die flüssige Schokolade gut verteilt ist kannst Du die Mousse in die Schüssel - oder Gläser - umfüllen und sofort kalt stellen.

Nach zwei bis drei Stunden im Kühlschrank ist Deine Mousse au Chocolat fest und kann ganz klassisch zu Nockerl geform und wie hier mit filetierten Orangen und Kakaonibs serviert werden.

Wie Orangen filetiert werden kannst Du bei den Tipps weiter unten nachlesen.

Das Formen der Nockerl geht mit zwei Esslöffeln ganz einfach, steche jeweils einen guten Löffel von der Mousse ab, nimm die Mousse dann mit dem zweiten Löffel vom ersten ab (sollte das Nockerl noch nicht ganz gleichmäßig sein kannst Du diesen Schritt noch einmal wiederholen) und lege das geformte Nockerl auf dem Teller ab.

Wenn Du die Mousse vorher schon in Gläser oder Schüssel gefüllt hast kannst Du sie ebenfalls noch etwas nach Deinen Wünschen mit veganer Schlagsahne, Kakaonibs oder Obst garnieren und dann servieren.

Viel Spaß beim Naschen!

Mousse au Chocolat (vegan, glutenfrei), so süß, so locker!

Tipp:

Aquafaba, was ist das eigentlich?

Wörtlich übersetzt ist Aquafaba nichts anderes als Bohnenwasser (lateinisch aqua "Wasser" und faba "Bohne"). Damit wird  das Einweich- oder Kochwasser von Kichererbsen, Bohnen und anderen Hülsenfrüchten bezeichnet.

Da Aquafaba wie Eiweiß aufgeschlagen und weiter verwendet werden kann wird es in der veganen und Diätküche bei Menschen verwendet, die eine Hühnereiweißallergie oder eine Ei-Unverträglichkeit haben. Man kann daraus unter anderem veganen Biskuit, Baiser, Makronen und Mousse au Chocolat zaubern.

Woher bekomme ich Aquafaba?

Falls Du gerne Hummus isst und dafür fertig gekochte Kichererbsen aus der Dose verwendest hast Du das Bohnenwasser direkt an der Hand. Es geht aber wohl auch genauso mit dem Dosenwasser von jeder Art von Bohnen, wobei ich nur das von hellen Bohnen verwenden würde. Ebenfalls sollte es mit dem Kochwasser von Kichererbsen funktionieren, das habe ich beides allerdings noch nicht selber ausprobiert. Solltest Du nur das Aquafaba benötigen kannst Du die Kichererbsen auch vorerst einfrieren, bevor Du sie weiter verarbeitest. Ansonsten gibt es weiter unten einige Rezeptvorschläge, wie Du die Kichererbsen weiter verarbeiten kannst.

Wie kann ich Aquafaba verwenden?

Das geht ganz einfach, gieße das Kochwasser oder Dosenwasser ab und messe die benötigte Menge ab. Bei Aquafaba ist es völlig egal, ob es zimmerwarm oder kalt ist, es kann bei jeder Temperatur aufgeschlagen werden. Du kannst es wie hier in diesem Rezept zu einer veganen Mousse au Chocolat verarbeiten, in der Hexenküche gibt es auch ein Rezept für einen Torte mit veganem Bikuit:

Schnelle Erdbeer Kokos Torte

Zartbitterschokolade ist vegan?

Man lernt ja bekanntlich nie aus, das gilt natürlich auch für Hexen! Erst vor ein paar Monaten habe ich den Hinweise gelesen, dass viele im Einzelhandel erhältlichen Zartbitterschokoladen vegan sind! Man muss also nicht unbedingt die teure vegane Schokolade aus dem Reformhaus kaufen. Allerdings solltest Du einen Blick auf die Zutatenliste werfen, denn das gilt leider nicht für alle Produkte! Diese beiden hier sind (bis auf Spuren, die aber produktionsbedingt enthalten sein können) vegan, es gibt aber bestimmt noch viele andere:

Vanillezucker selber machen?

Vanillezucker selber machen

Vanillezucker selber machen geht tatsächlich ganz einfach, der selbstgemachte Vanillezucker schmeckt herrlich intensiv und man spart sogar noch Geld! Das einzige, was Du außer Zucker und Vanilleschoten benötigst, ist etwas Zeit. Wie das genau geht kannst Du im Beitrag nachlesen!

Warum und wie filetiert man eine Orange?

Orangen sind nicht jedermanns Sache, manchmal auch wegen der weißen Häutchen zwischen den einzelnen Stücken. Filetierte Orangen sind also das pure Fruchtfleisch im Inneren ohne Haut und bietet sich für feine Salate und Nachspeisen an.

Und so funktioniert es:

Zum Filetieren arbeite ich am liebsten mit einem großen, scharfen Messer mit breiter Klinge. Es gibt aber auch handliche Filetiermesser mit schlanker Klinge, probier einfach aus, mit was Du am besten zurecht kommst.

Schneide zuerst die "Kappen" oben und unten ab, schäle die Orange von oben nach unten und versuche dabei möglichst wenig Fruchtfleisch mit abzunehmen.

Sollten noch weiße Schalenstückchen verblieben sein werden diese auch entfernt.

Schneide dann mit dem Messer parallel sehr knapp zum weißen Häutchen zwischen den Orangenstückchen ein, dasselbe auf der anderen Seite der Spalte und entnehme das Filet. Arbeite Dich so um die ganze Orange, bis Du alle Filets entnommen hast.

Der verbliebene innere Rest muss nicht entsorgt werden, sondern kann beispielsweise noch gut in einem Smoothie weiter verarbeitet werden!

Wer hätte das gedacht, Mousse au Chocolat geht auch vegan:

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