Dinkelpizza mit mediterraner Sojacreme, Spinat, Tomaten und Pinienkernen

Pizzazeit ist Familienzeit, so ist es zumindest bei uns im Hexenhäuschen! Die Bewohner des Hexenhauses knuspern am liebsten Pizza mit richtig dickem Boden. Da ich im veganen Kühlregal eine tolle Neuigkeit (den mediterran eingelegten Sojakäse) entdeckt habe, wurde dieser gleich als Zutat für die wunderbare Dinkelpizza mit mediterraner Sojacreme, Spinat, Tomaten und Pinienkernen verwendet. Ich muss gestehen, wir waren alle begeistert und obwohl ich mit Soja sehr vorsichtig bin, da ich es schlicht und einfach oft nicht vertrage, hat mir die mediterrane Creme keinerlei Probleme bereitet. Hier also eine zauberhafte vegane Pizzavariante mit herrlich mediterranem Geschmack, probier es doch einfach einmal aus!

Mediterran
Vegan
Laktosefrei
Eifrei

Zutaten:

Für den Teig:

500 g Dinkelmehl
Type 1050
1/2 Würfel Frischhefe
10 g Meersalz, fein
400 ml Wasser

Für die Creme:

200 g Soyananda (vegane Alternative zu griechischem Biokäse mit Kräutern und extra nativem Olivenöl)
1/4 Zitrone (Saft)
3-4 EL Sojajoghurt
1/2 TL Meersalz, fein
3-4 Knoblauchzehen
Basilikum, frisch

Für den Belag:

50 g Pinienkerne

2 EL Olivenöl, extra nativ
1 Bund Frühlings-
zwiebeln
4 Tomaten
500 g Spinatblätter, roh
1/4 Zitrone (Saft)
1/2 TL Meersalz, fein
Bunter Pfeffer,
frisch gemahlen

Für das Blech:

Backtrennpapier

Zubereitung:

Wie so oft ist auch dieses Rezept aus der Notwendigkeit entstanden, etwas auf den Tisch zu bringen, dass allen Bewohnern des Hexenhauses gleichermaßen schmeckt. Und Pizza, ganz egal in welcher Form oder mit welchem Belag geht einfach immer! Hier zur Abwechslung einmal mit etwas anderem, als den übliche Belag, die Tomantesauce wurde durch eine instensive mediterrane Sojacreme ersetzt und der Belag besteht zum einen aus gerösteten Pinienkernen für einen knackigen Biss und frischen Tomaten, Frühlingszwiebeln und Spinat!

Hier kommt die Zubereitung:

Fangen wir mit der untersten Schicht an, als erstes ist der Pizzateig an der Reihe:

Messe das Wasser ab und brösel die Frischhefe in kleinen Stücken in eine Rührschüssel. Weiche sie in dem Wasser ein und warte ein paar Minuten, bis sie ganz weich geworden ist.

Verrühre dann Hefe und Wasser solange, bis sich die Hefestücke ganz aufgelöst haben und eine trübe Flüssigkeit entstanden ist.

Gib nun noch das Dinkelmehl und das Salz zu und verknete alle Zutaten zu einem weichen Hefeteig. Knete den Teig solange, bis sich von selbst ein Teigklumpen bildet und keine Reste mehr am Rand der Schüssel hängen bleiben.

Decke den Hefeteig ab und lass ihn an einer warmen, zugfreihen Stelle bis zur doppelten Größe gehen.

Nun ist die mediterrane Creme an der Reihe:

Die Grundlage bildet ein eingelegter Sojakäse, den ich erst vor kurzem im Einzelhandel entdeckt habe. Fülle den mediterran eingelegten Käse in eine Schüssel.

Häute etwas Knoblauch und würfel ihn sehr fein, schneide die Basilikumblätter klein und gib beides mit etwas Sojajoghurt und Zitronensaft zu dem Käse in die Schüssel. Der Käse ist durch die Kräuter schon gut gewürzt, aber etwas Salz darfst Du noch zugeben. Verrühre alle Zutaten und stelle die Creme noch kurz beiseitet.

Jetzt fehlt nur noch der Belag:

Wasche den Spinat, die Frühlingzwiebeln und die Tomaten. Der Spinat sollte so gut wie möglich abtropfen, die Lauchzwiebeln müssen noch geputzt werden.

Zuerst solltest Du allerdings die Pinienkerne rösten. Erhitze eine (beschichtete) Pfanne trocken bei mittlerer Temperatur und röste die Pinienkernen unter ständigem Wenden, bis sie hellbraun sind.

Pinienkerne haben einen relativ hohen Fettgehalt und verbrennen sehr leicht, deshalb solltest Du an der Pfanne bleiben und die Kerne wenden, bis sie die gewünschte Farbe haben. Nimm sie dann zügig aus der Pfanne und lass sie in einer Schüssel oder auf einem Teller abkühlen, denn selbst die ausgeschaltete, noch heiße Pfanne kann sie leicht zu dunkel werden lassen!

Schneide als nächstes die Lauchzwiebeln in Ringe und die Tomaten in Würfel.

Erhitze in der Pfanne gleich etwas Olivenöl und dünste die Lauchzwiebeln an, bis sie glasig werden.

Gib dann die Tomatenwürfel zu und dünste auch diese an, bis sie durch sind und der Inhalt der Pfanne sämig ist.

Gib die erste Hälfte der gewaschenen Spinatblätter zu und drehe die Temperatur kurz hoch, damit sie zusammen fallen. Würze den Inhalt der Pfanne mit Salz, Pfeffer und gib den Zitronensaft zu. Nun kommt noch die zweite Hälfte des Spinates in die Pfanne, decke die Pfanne sofort mit einem gut schließenden Deckel ab und schalte die Platte aus. Die Temperatur sollte ausreichen, es reicht, wenn der Spinat soll "nur" zusammenfällt.

Heize den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vor und bereite ein Backblech mit Backtrennpapier vor.

Aus den verschiedenen Komponenten wird jetzt die Pizza gezaubert:

Der Teig sollte inzwischen auf die doppelte Größe gegangen sein, knete ihn noch einmal gründlich durch und fülle ihn auf das Backblech.

Bestäube den Teigballen großzügig mit Mehl und drücke ihn mit den Händen in Form oder rolle ihn mit einer kleinen Teigrolle auf dem Blech aus.

Verstreiche dann die mediterrane Sojacreme auf dem Pizzateig und bestreue sie mit den gerösteten Pinienkernen.

Da der Inhalt der Pfanne gut Flüssigkeit gebildet hat solltest Du diese jetzt abseihen. Fange sie auf, zum Entsorgen ist sie zu schade, Du kannst daraus noch eine Suppe oder Soße zaubern!

Was im Sieb geblieben ist kannst Du dann gleichmäßig auf dem Pizzaboden verteilen.

Schiebe die Pizza in den Backofen und reduziere die Temperatur auf 200°C Ober- und Unterhitze.

Die Backzeit beträgt insgesamt etwa 30 bis 40 Minuten, davon 15-20 Minuten bei 220°C Ober-/Unterhitze und nochmals 15-20 Minuten bei 170°C Ober-/Unterhitze.

Achte beim Backen auf die Bräune der Pizza und schalte die Temperatur herunter, wenn der Rand die gewünschte Farbe erreicht hat.

Nimm das Blech nach Ablauf der Backzeit aus dem Ofen, lass Deine Dinkelpizza mit mediterraner Sojacreme, Spinat, Tomaten und Pinienkernen kurz abkühlen, schneide sie in Stücke und serviere sie noch heiß.

Da doch tatsächlich ausnahmsweise ein kleines Stück übrig geblieben war, konnte ich die Pizza auch kalt probieren und auch so schmeckte sie ebenfalls sehr lecker.

Guten Appetit!

Dinkelpizza mit mediterraner Sojacreme, Spinat, Tomaten, Pinienkernen und extra dickem Rand!

Tipp:

Extra dicker Rand - das mag ich gar nicht!

Kein Problem, dann halbiere einfach die Menge der Zutaten für den Boden, schon hast Du einen dünnen Rand. Beim Backen solltest Du die Backzeit dann allerdings anpassen, damit Deine Pizza nicht zu dunkel und trocken wird!

Natives Olivenöl, was ist das eigentlich?
"Als natives Olivenöl wird bezeichnet, was aus der Frucht des Ölbaums, nur unter Verwendung mechanischer oder sonstiger physikalischer Verfahren gewonnen wird, ohne die Qualität des
Öl´s zu beeinträchtigen. Keine andere Behandlung als Waschen, Dekandieren, Zentrifugieren und Filtrieren durften angewendet werden..."(frei nach EU-Verordnung).

Natives Olivenöl (extra)
Nativ bedeutet "naturbelassen", extra in diesem Fall "besonders gut", es steht für die höchste Qualitätsstufe. In Deutschland ist praktisch nur "natives Olivenöl extra" im Handel.
Olivenöl enthält einen besonders hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E, Polyphenole (Scharf- und Bitterstoffe, gelten als entzündungshemmend und krebsvorbeugend), Wachs, Chlorophyll, Alkohole und Ester.
Das Wachs im Olivenöl ist für das Kristallisieren oder Ausflocken bei einer Temperatur unter 7°c verantwortlich. Dieses stammt aus der Schale der Oliven, ist ein ganz natürlicher Bestandteil und wird bei den Temperaturen schon fest. Chlorophyll ist schlicht und einfach das grüne Farbpigment, welches auch das Öl grün färbt.

Der Rauchpunkt von nativem Olivenöl liegt bei ca. 160°C.

Raffiniertes Olivenöl
Raffiniertes Öl muss nicht explizit gekennzeichnet werden, auch die Kennzeichnung "naturbelassen" trifft keine Aussage in Bezug auf die Qualität des jeweiligen Öls. Raffiniertes Öl ist günstiger in der Herstellung und hat eine größere Ausbeute, dadurch kann es wesentlich günstiger angeboten werden. Der Geschmack ist durch die Entfernung einiger Inhaltsstoffe, wie Vitamine und wertvollen Fettsäuren neutraler, dadurch kann es vielseitiger eingesetzt werden. Deshalb ist es auch länger haltbar und kann leichter aufbewahrt werden, außerdem kann das Öl dadurch höher erhitzt werden und ist so zum Braten, Kochen und Frittieren geeignet.

Der Rauchpunkt von raffiniertem Olivenöl liegt bei ca. 225°C.

Was ist der Rauchpunkt?
Der Rauchpunkt ist die niedrigste Temperatur, bei der flüchtige Bestandteile (z.B. freie Fettsäuren, Wasser...) über einem erhitzten Speiseöl oder -fett abdampfen und als Rauch sichtbar werden. Ab dem Erreichen des Rauchpunktes bildet sich ein gesundheitsschädlicher Stoff (Acrolein), daher sollten Fettes aus gesundheitlichen Gründen nicht soweit erhitzt werden, dass sie zu rauchen beginnen. Der Rauchpunkt ist in erster Linie vom Anteil freier Fettsäuren abhängig, je höher er liegt, desto niedriger liegt der Rauchpunkt.

Zum Braten, Kochen und Frittieren eigenen sich also raffinierte Öle, deren Rauchpunkt i.d.R. auch höher liegt. 

Selbstgemacht schmeckt einfach besser: Dinkelpizza mit mediterraner Sojacreme, Spinat, Tomaten und Pinienkernen

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