Veganer Kirschmichel mit Vanillesoße

Diese Idee hatte ich vor ein paar Tagen und habe sie sofort umgesetzt, als ich ein paar altbackene Brötchen in meiner Brotbox hatte. Ich wollte einmal wieder eine vegane Kreation erschaffen, die ohne exotische Zutaten auskommt und schnell und einfach zuzubereiten ist. Ich glaube es ist mir gelungen. Zufällig war an diesem Abend eine vegan lebene Freundin der großen Nachwuchshexe zu Gast und durfte Probeessen. Sie war sofort Feuer und Flamme und wartet nun gespannt auf das Rezept um diesen wundervollen Auflauf nachkochen zu können!

Suesspink
Vegan
Laktosefrei
Sojafrei
Eifrei

Zutaten:

Für den Auflauf:

5 altbackene Brötchen (etwa 340 g)
1 Prise Salz
250 ml Hafermilch
1 gestr. EL Zimt, gemahlen
100 g Pflanzenöl, neutral
100 g Zucker
15 g Vanillezucker
200 g Apfelmus
300 g Schattenmorellen (im Glas)

Zum Bestäuben:

2 EL Puderzucker

Für die Vanillesoße:

500 ml Mandelmilch
1-2 EL Vanillezucker
2 geh. TL Stärkemehl

Zubereitung:

Der vegane Kirschmichel ist sogar noch schneller zubereitet als die herkömmliche Version!

Weil es so schnell geht kannst Du gleich zu anfangs den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen, der Backrost liegt in der zweiten Schiene von unten.

Erhitze außerdem die Hafermilch in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle und lass die Sauerkirschen gut abtropfen.

Schneide dann die Brötchen in Würfel, salze sie und gib nun die heiße Milch darüber. Decke die Brötchenwürfel ab, damit sie gut durchziehen können.

Verrühre außerdem den Zucker, den Vanillezucker, den Zimt, das Öl und das Apfelmus. Stelle die Mischung noch etwas zur Seite, damit der Zucker sich auflösen kann.

Gib die Apfelmus-Zimt-Öl Mischung über die eingeweichten Brötchenwürfel und hebe sie unter. Fülle eine Hälfte in eine Auflaufform.

Darauf kommen die Sauerkirschen und die zweite Hälfte der Semmelwürfel. Danach kommt der Auflauf sofort in den Backofen.

Die Backzeit beträgt etwa 45 Minuten bei 170°C Ober- und Unterhitze bei vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober- und Unterhitze.

Etwa 15 Minuten vor Ablauf der Backzeit solltest Du Deine Vanillesoße zubereiten. Messe 500 Milliliter (Mandel-)Milch ab und nimm ein paar Esslöffel davon ab.

Fülle den Großteil der abgemessenen Milch in einen kleinen Topf und bringe sie mit dem Vanillezucker zum Kochen.

Verrühre in der Zwischenzeit die abgenommene Milch mit dem Stärkemehl und gib diese in die kochende Vanillemilch. Lass die Soße unter Rühren noch einmal kurz aufkochen und nimm sie vom Herd, sobald du merkst, dass die Vanillesoße andickt. Rühre sie noch einmal durch und decke sie ab, damit sich keine Haut auf der Oberfläche bildet.

Nimm den Kirschmichel nach Ablauf der Backzeit aus dem Ofen und lass ihn kurz abkühlen. Wenn Du magst kannst Du den Auflauf kurz vor dem Servieren noch mit etwas Puderzucker bestäuben.

Mit Vanillesoße schmeckt dieser traditionelle süße Auflauf einfach zauberhaft als Hauptgericht oder Dessert!

Veganer Kirschmichel mit Vanillesoße, getestet und für gut befunden!

Tipp:

Vanillezucker selber machen

Echten Vanillezucker kann man ganz einfach selber machen, man braucht nur etwas Zeit dafür. Der selbstgemachte Vanillezucker schmeckt nicht nur viel besser als der günstigere Vanillinzucker, sondern schont auch noch Deinen Geldbeutel!

Öl statt Margarine

Bei diesem Rezept kannst Du den Hefeteig auch mit neutral schmeckendem Pflanzenöl (etwa Sonnenblumen- oder Rapsöl), statt mit Margarine herstellen. Es sollte allerdings kein kaltgepresstes Öl verwendet werden, zum einen hat es einen intensiveren Eigengeschmack. Zum anderen wäre es viel zu schade zum Backen, da die wertvollen Inhaltsstoffe, die durch die Kaltpressung erhalten worden sind, durch die Hitze beim Backen zerstört werden würden. Daher eignet sich kaltgepresstes Öl hervorragend für Salate oder Carpaccio, herkömmlich gepresstes eher zum Kochen oder Backen.

Da Du aber mehr Flüssigkeit durch die Zutaten einbringst, solltest Du die Menge der Milch etwas reduzieren, damit der Teig nicht zu flüssig wird.

Aber warum überhaupt Öl statt Margarine?

Margarine besteht aus gehärteten Ölen, um die Streichfähigkeit herzustellen gibt es verschiedene Verfahren. Zum Teil werden Emulgatoren eingesetzt, dabei handelt es sich meist um Verdickungsmittel wie Milcheiweiß, Gelantine, aber auch Pektine oder Alginate. Ebenfalls werden die Fette hydriert, das bedeutet, dass bei hohen Temperaturen unter Druck mit Hilfe eines Katalysators (Nickel) die Doppelbindungen der Fettsäure Ketten der Fettmoleküle mit Wasserstoff abgesättigt werden. Man erhält also aus flüssigem Öl ein streichfähiges Fett, da Verbindungen ohne Doppelbindungen einen höheren Schmelzpunkt haben.

Bei Bio Margarinen gibt es strengere Auflagen, da bei der Herstellung keine Hilfsstoffe oder chemischen Zusätze verwendet werden dürfen, werden sie durch die Zugabe von festen Fetten (etwa Palmfett) oder auf physikalischem Weg (mit Wasserdampf oder Kälte) gehärtet.

Wie Du siehst ist nicht nur ein enormer Aufwand, sondern auch die Zugabe oder Einwirkung von Stoffen nötig, die ich nicht unbedingt in meinem Essen haben möchte nötig, um aus Öl Margarine zu machen.

Neutrales Öl - was ist damit gemeint?

Damit ist geschmacklich neutrales Öl gemeint. Also keine Kaltpressungen, die ja auch viel zu schade zum Kochen oder Backen wären. Durch das Erhitzen würden die ganzen wertvollen Bestandteile, die es durch die Kaltpressung behalten hat, verloren gehen. Ich nutze ein herkömmlich gepresstes Sonnenblumen- oder Rapsöl , wenn es erhitzt wird.

Öl hat gegenüber Margarine den Vorteil, dass keinerlei Zusatzstoffe enthalten sind, um die Konsistenz verändern, sprich es fester und streichfähig zu machen. Noch dazu wird und bleibt das Gebäck durch die Verwendung von Öl wundervoll saftig.

Altbackene Brötchen, Sauerkirschen und Apfelmus! Wer hätte gedacht, dass so eine Mischung so lecker schmecken kann?!

Es gibt noch mehr süße vegane Leckereien aus der Hexenküche, falls zu Lust hast zu Stöbern schau mal hier.

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