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Bhajia Pakora: Gemüse im Kichererbsenbackteig (vegan, glutenfrei)

Vor einigen Monaten besuchten wir eine Veranstaltung, auf der auch ein großer Markt mit viele verschiedenen Essensständen integriert war. Wir neigen dann dazu Gerichte zu probieren, die wir noch nicht kennen. Eben dort haben wir einen indischen Stand gefunden, der auch Bhajia Pakora angeboten hat. Ich fand das so lecker, dass ich noch einmal zu besagtem Stand zurück bin und die sehr nette Damen wissen hab lassen, dass ihr Frittiertes Gemüse absolut genial geschmeckt hat. Trotz ihres nur sehr gebrochenen Deutsches war sie sehr erfreut, und konnte mir dennoch auf Nachfrage sagen, dass es sich um Spinat, Zwiebeln und Kartoffeln in Kichererbsenbackteig handelt. Den komplizierten Namen hatte ich dann leider ganz schnell wieder vergessen. In den letzten Monaten habe ich immer mal wieder an diese leckere Gericht gedacht, und natürlich versucht über diverse Suchmaschinen fündig zu werden. Der Zufall kam mir zu Hilfe und nachdem ich wusste, wie das frittierte Backteiggemüse heißt, fand ich auch einige authentische Rezepte. Und so konnte ich letztes Wochenende endlich dieses leckere Gericht nachkochen. Ich hoffe, es schmeckt Euch genauso gut wie uns!

Indisch
Vegan
Glutenfrei
Laktosefrei
Zuckerfrei
Eifrei

Zutaten:

Für das Gemüse:

500 g Gemüse, z.B. Blumenkohl, Spinatblätter, Auberginen, Zwiebeln, Kartoffeln, ...

Für den Backteig:

250 g Kichererbsen-
mehl (z. B. von Bauck)
1/2 TL Meersalz
1 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Kurkuma
1/4 TL Chilipulver
1/2 TL Koriandersamen
1/2 TL Kretischer Kümmel (auch Ajowan, Ajwain)
1 TL Bockshornklee
400 ml kaltes Wasser

Zum Ausbacken:

Pflanzenöl

Für den Joghurtdip:

250 ml Joghurt (Soja)
1/2 Zitronensaft
40 ml Wasser
1/4 TL Meersalz
1/2 TL Mangopulver
1/2 TL Chilipulver
1/2 Tandora Masala
1 TL Spitze Paprika
1 Msp. Kreuzkümmel
1 Msp. Koriander
1 Msp. Ingwer
1 TL Spitze Kala Namal (unbedingt vorher daran riechen!)
evtl. etwas frischen Koriander

Zubereitung:

Die Zutatenliste für dieses indische Gericht ist zwar recht umfangreich, aber zubereitet ist es eigentlich recht schnell. Wenn Du die Gewürze wie links angegeben dosierst ist das Pakora gar nicht scharf. Solltest Du es scharf mögen, kannst Du die Menge von Chili, Pfeffer und Ingwer erhöhen.

Zuerst rührst Du den Backteig an:

Dann hat er etwas Zeit zu quellen und Du kannst später noch Wasser zugeben, falls er recht fest werden sollte.

Wiege dafür das Kichererbsenmehl ab und gib die Gewürze und das Salz zu, die Gewürze sind natürlich alle gemahlen. Dann einfach das Wasser mit einem Schneebesen einrühren.

Nun wird das Gemüse vorbereitet:

Als nächstes kommt das Waschen, Putzen und Schneiden des Gemüses dran. Traditionell werden die Gesmüsesorten verwendet, die ich im Rezept angegeben habe, Du kannst allerdings so ziemlich alle Arten verwenden, die Du gerade zu Hause hast. Bei mir waren es Blumenkohl, Paprika, Zucchini und Champignons.

Das Gemüse wird ja nach Sorte gewaschen, geputzt und in mundgerechte Stücke geschnitten.

Erhitze in der Zwischenzeit das Öl in der Friteuse oder einem großen Topf auf 175°C.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Joghurtdip:

Presse die Zitrone aus und fülle sie mit dem Joghurt und den Gewürzen und dem Wasser in eine Schüssel.

Bevor Du das Kala Namak verwendest solltest Du allerdings auf jeden Fall einmal daran riechen! Es gibt Menschen, die werden mit dem Schwefelgeruch so gar nicht warm. Dann lass es einfach weg!

Verrühre alle Zutaten und gib - falls Du es magst - am Schluß noch etwas frischen Koriander darüber.

Das Gemüse wird ausgebacken:

Sobald das Öl heiß ist kannst Du schon anfangen das Gemüse nacheinander zu frittieren. Ich spieße die Gemüsestückchen einzeln auf, ziehe sie mit einer Drehbewegung durch den Backteig und gebe sie ins heiße Fett.

Darin werden die goldbraun gebacken und danach kurz auf etwas Küchenkrepp gegeben, damit das überschüssige Öl aufgesaugt wird.

Das war es schon, serviert wird das Gemüse mit etwas Joghurtdip. Es eignet sich auch klasse als Fingerfood oder für ein buntes Buffet!

Ich würde an dieser Stelle gerne ein "Guten Appetit" auf Indisch einfügen, aber das gibt es gar nicht. In Indien ist es nicht üblich diesen frommen Wunsch auszusprechen, wenn dann gibt es die Aufforderung sich zu bedienen.

Auch Hexen lernen nie aus 😉 .

Bhajia Pakora: Gemüse im Kichererbsenbackteig, nicht nur vegan und glutenfrei, sondern auch ziemlich lecker!

Tipp:

Wo bekomme ich denn diese ganzen Gewürze nur her?

Vor Ort wohl am einfachsten beim Inder oder im Asia-Shop (Firma TRS hat eine große Auswahl), ich habe zufällig gesehen, dass die auch sehr viele indische Gewürze haben und das noch nicht mal teuer. Ansonsten gibt es verschiedene Anbieter im Internet, über die man fündig wird.

Sojafrei?!

Das Gemüse im Backteig ist natürlich sojafrei, nur beim Joghurt habe ich auf die Alternative aus Soja zurück gegriffen. Aus einem ganz einfachen Grund, die vertrage ich nochmal besser, als laktosefreies Joghurt. Im Orginal wird wohl vollfettes Kuhmilch Joghurt verwendet. Dann ist das Gericht aber natürlich nicht mehr vegan.

Kala Namak Salz:

Dieses ganz besondere Salz zeichnet sich durch seinen einzigartigen Geschmack und Geruch aus. Es wird hautpsächlich in Indien hergestellt und verwendet. Der Geruch wird von Nicht-Indern häufig als abstoßend empfunden, da es deutlich nach Schwefel riecht. Allerdings kann man durch die Verwendung von kleineren Mengen dem Gaumen die Verwendung von Eiern, vor allem in veganen Speisen, vorgaukeln. In Indien wird es hauptsächlich bei Obstsalaten, Raitas, Chaats und Chutneys verwendet. Die Farben der ungemahlenen Salzbrocken ist schwarz und rosa, daher wird das Würzmittel auch Schwarzsalz oder Black Salt genannt, gemahlen erscheint es violett und rosa, braun und schwarz. Kala Namak besteht zum Großteil aus Natriumchlorid und ist ein vulkanisches Steinsalzmineral. Durch die typisch Verunreinigungen erhält es seine Farbe und Geruch, gewonnen wird es ähnlich wie Steinsalz.

Bhajia Pakora: Gemüse im Kichererbsenbackteig (vegan, glutenfrei)!

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