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Gefüllte Hanffladen mit Soja Geschnetzeltem und Krautsalat

Die Hexe ist zu gerne auf Mittelaltermärkten oder Festivals unterwegs, dort gibt es des Öfteren Gefüllte Hanffladen zu kaufen. So haben sich die Hexe und Ihre Liebste auch in der letzten Saison den einen oder anderen Hanffladen gegönnt und dabei enttäuscht festgestellt, dass die vegetarische Variante nicht ganz so schmackhaft war, wie erwartet. Eine vegane Version war gar nicht erst zu bekommen. Was lag also näher, als etwas in der Hexenküche zu experimentieren? Heraus gekommen sind diese wundervollen Gefüllte Hanffladen mit Soja Geschnetzeltem und Krautsalat! Damit das Ganze nicht zu trocken wird kommt noch eine vegane "Sauerrahm" Soße oben auf, der Fladen wird außerdem komplettiert von geschälten Hanfsamen als Topping! Was soll ich sagen, alle Bewohner des Hexenhauses waren restlos begeistert und wünschten sich die Gefüllten Hanffladen sobald als möglich wieder.

Pikant
Vegan
Laktosefrei

Zutaten für fünf große oder sechs kleinere Fladen:

Für die Hanffladen:

400 g Dinkelmehl
Type 1050
100 g Hanfmehl
10 g Meersalz, fein
1/2 Würfel Frischhefe (20 g)
2 EL Pflanzenöl
375 ml Wasser

Für den Krautsalat:

1/4 kleiner Krautkopf, weiß
1/8 kleiner Krautkopf, rot
1 Zwiebel
etwas Liebstöckel
oder
Petersilie

Für die Marinade (Krautsalat):

250 ml Gemüsebrühe
4 gestr. TL Salz
2 EL Zucker
4 EL Apfelessig, naturtrüb
2 EL Pflanzenöl, kaltgepresst
Bunter Pfeffer,
frisch gemahlen
etwas Kümmel, gemahlen

Für die Sauerrahm Soße:

300 g Soja Sauerrahm Alternative (z. B. Soyananda)
2 gestr. TL Meersalz, fein
Bunter Pfeffer,
frisch gemahlen
1/2 Zitrone (Saft)
1 handvoll Gartenkräuter (Petersilie, Schnittlauch, Rauke, Pimpernelle)
2 Knoblauchzehen
1 TL Agavendicksaft
2 EL Olivenöl, extra nativ
etwas Sojamilch

Für das Geschnetzelte:

2-3 EL Pflanzenöl

600 g Sojageschnetzeltes (aus der Kühltheke)
(alternativ 300 g Sojasschnetzel getrocknet)
3 EL Hamburger Gunpowder (von Ankerkraut)

Zum Bestreuen:

Hanfsamen, geschält

Zubereitung:

Bei diesem Rezept ist die Zubereitung wegen der einzelnen Komponenten etwas umfangreicher. Dafür kann man einiges vorbereiten und so auf zwei Tage verteilen!

Am Tag vorher werden der Krautsalat und die Sauerrahm Soße zubereitet, damit beide gut durchziehen können. Auch die Hanffladen können am Tag vorher gebacken werden. Dann bleibt am Tag der Zubereitung nur noch das Geschnetzelte zu würzen und auszubraten! Danach kann schon mit dem Füllen und Schmausen begonnen werden!

Hier kommt die ausführliche Anleitung:

Der Krautsalat

Ich habe mich entschieden rotes und weißes Kraut zu mischen, Du kannst Dich aber auch nur für eine Sorte entscheiden.

Nimm zuerst die äußeren Blätter der Krautköpfel ab und schneide die benötigte Menge ab. Entferne dann den Strunk, schneide oder hoble das Kraut fein und fülle es in eine große Schüssel. Putze danach die Zwiebel und schneide sie in halbe Ringe, gib sie anschließend mit zum Kraut und mische alles gut durch.

Bringe in der Zwischenzeit Wasser zum Kochen und stelle eine Gemüsebrühe her. Gib das Salz, den Pfeffer, den Essig, den Zucker und falls Du möchtest etwas gemahlenen Kümmel (der sorgt für bessere Verdauung) zur Brühe. Lasse alle Zutaten einmal aufkochen und fülle die heiße Brühe zum Krautsalat, decke ihn danach sofort ab.

Schneide nun den Liebstöckel (alternativ geht auch Petersilie) und gib ihn zum Kraut. Mische alles einmal gut durch und stelle den Krautsalat kühl, damit er durchziehen kann.

Das Pflanzenöl wird erst am nächsten Tag kurz vor dem Servieren zugegeben.

Die Sauerrahm Soße

Nimm zuerst die Gartenkräuter zu Hand, putze sie und schneide sie sehr fein, wenn Du möchtest kannst Du sie auch wiegen.

Fülle nun die Sauerrahmalternative in eine Schüssel, gib die geschnittenen Kräuter, das Salz, den frisch gemahlenen Pfeffer, den Agavendicksaft und das Olivenöl zu.

Presse anschließend die Zitrone aus, schneide den Knoblauch sehr fein und gib beides zu den anderen Zutaten. Verrühre alles miteinander und gib eventuell noch etwas Sojamilch zu, falls Du das Gefühl hast, dass es zu dickflüssig für Soße ist.

Stelle auch die Sauerrahm Soße bis zur Verwendung kühl.

Die Hanffladen

Das Backen der Fladen ist kein Hexenwerk, es ist fast noch einfacher, als Semmeln oder Brot zu backen.

Zuerst benötigst Du die Hefe, brösel einen halben Würfel Frischhefe in eine kleine Schüssel. Messe das benötigte Wasser (kalt oder maximal lauwarm, nicht über 30°C!) ab und gib soviel Wasser auf die Hefebrösel, bis diese bedeckt sind.

Wiege in der Zwischenzeit die Mehle ab und vermische sie gut, gib dann das Salz und das Öl zu. Verrühre die Hefe solange mit dem Wasser, bis sich die Brösel aufgelöst haben und gib die Hefe mit dem restlichen Wasser zu den anderen Zutaten in die Schüssel.

Knete den Teig solange mit den Knethaken (oder der Hand), bis sich ein homogener Teig gebildet hat, der nicht mehr am Rand der Schüssel kleben bleibt. Decke die Schüssel ab und lass den Teig (etwa 40 bis 60 Minuten, je nach Umgebungstemperatur) bis zur doppelten Größe gehen.

Siebe großzügig Mehl auf die Arbeitsfläche und gib den Teig darauf, knete ihn noch einmal durch und teile ihn dann in fünf oder sechs gleichgroße Teile. Belege zwei Bleche mit Backtrennpapier, forme sechs flache Fladen und belege jeweils ein Blech mit drei davon. Decke sie ab und stelle ein Blech kühl.

Warte zehn Minuten und heize dann den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vor. Nach weiteren 15 Minuten sollte der Backofen die Temperatur erreicht haben und Du kannst das erste Blech in die zweite Schiene von unten schieben.

Die Backzeit beträgt etwa 13 bis 15 Minuten bei 200°C Ober-/Unterhitze und vorgeheitzem Backofen bei derselben Temperatur.

Kurz vor Ablauf der Backzeit holst Du das zweite Blech und bäckst es anschließend. Lass die fertig gebackenen Hanffladen auf einem Gitter abkühlen.

Du kannst sie gut einen Tag vorher, oder auf Vorrat backen und einfrieren. Dann kannst Du jederzeit gefüllte Fladen zubereiten, wenn Du möchtest.

Das Geschnetzelte

Hier kannst Du entweder zu Geschnetzeltem aus der Kühltheke greifen, oder getrocknete Sojaschnetzel nach den Angaben auf der Packung einweichen und dann verwenden.

Würze die Schnetzel (ich habe hier eine Gewürzmischung von Ankerkraut verwendet, Du kannst aber jede andere verwenden oder selber eine mischen) und brate sie in etwas Öl an. Wenn Du magst kannst Du das Geschnetzelte noch mit etwas Kochcreme oder (Soja-)Sahne ablöschen. Das Geschnetzelte sollte gut gewürzt, aber nicht überwürzt sein.

Gleich wird gefüllt

Bevor es mit dem Füllen los gehen kann holst Du noch den Krautsalat und die Sauerrahm Soße aus der Kühlung. Rühre nun die Soße  einmal durch, probiere sie und schmecke sie nach Bedarf ab.

Gib das Öl zum Krautsalat zu und mische ihn gründlich durch, bei so großen Mengen nehme ich auch gerne mal die (frisch gewaschenen) Hände.

Stelle noch die Hanfsamen bereit, dann kannst Du beginnen.

Schneide ein Stück vom Fladen ab und dann mit einem langen Brotmesser in den Fladen hinein, damit sich eine Tasche bildet. Ich denke auf dem Fot ist es ganz gut zu sehen.

Jetzt werde die Hanffladen gefüllt. Zuerst ist der Krautsalat an der Reihe, dann folgt das Geschnetzelte, darauf komm die Sauerrahm Soße und zuletzt das Topping, etwas geschälter Hanfsamen.

Die Gefüllte Hanffladen mit Soja Geschnetzeltem und Krautsalat sollten sofort verspeist werden!

Guten Appetit!

Mit selbst gemachtem Krautsalat werden die Hanffladen mit Soja Geschnetzeltem gefüllt!

Tipp:

Die Zusammensetzung der Hanffladen

Ich habe natürlich im Vorfeld experimentiert, wieviel Hanfmehl dem Teig zugegeben werden kann. Ich würde empfehlen nicht mehr als 1/5 der Mehlmenge zu verwenden, da Hanfmehl kein Gluten (Klebereiweiß) enthält und der gebackene Fladen sonst nicht so schön aufgeht. Außerdem wird der Hanffladen brüchig und kann nicht mehr so gut gefüllt werden, da er dann stärker aufreißt und sich die Füllung überall verteilt, nur nicht da bleibt, wo sie sein sollte.

Gewürzmischung für das Geschnetzelte

Falls Du Deine eigenen Mischung zaubern möchtest würde ich grundsätzlich folgende Zutaten empfehlen: feines Salz, frisch gemahlener Pfeffer, edelsüßer Paprika, etwas Piment d’Espelette, Knoblauch- und/oder Zwiebelgranulat (Du kannst natürlich auch Knoblauch oder Zwiebelsalz nehmen, dann einfach das Salz am Anfang reduzieren oder weglassen) und wenig Zucker. Weiter zugeben kannst Du alles, was Dir schmeckt, Chili, Curry, Kräuter, ... der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Gefüllte Hanffladen traditionell zubereitet

Falls Du mit oder für Freunde kochst, die Fleisch essen, findest Du hier das traditionelle Rezept: Gefüllte Hanffladen mit Geschnetzeltem und Krautsalat

Frische Kräuter sind immer ein Gewinn!

Viel Spaß beim Lesen und Nachkochen!

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