Sommerliche Kokoskugeln

Du bist ein Freund von Pralinen, aber die meisten sind viel zu kompliziert herzustellen? Sommerlichen Kokoskugeln, die sind ganz schnell und einfach gezaubert! Noch dazu schmecken sie gut gekühlt seeeehr lecker - auch ganz ohne Schokolade 😉 ! Sie haben nur einen großen Nachteil, sie verschwinden ganz schnell, so schnell, dass man sie vorher einteilen muss, damit auch jeder genug abbekommt. Trotzdem sind es immer zu wenige, egal, wie viele ich zaubere.

Suesspink
Vegan
Glutenfrei
Laktosefrei
Eifrei

Zutaten:

50 g Kakaobutter
75 g Kokosmus
25 g Vanillezucker
30 g Zucker
75 ml vegane Schlagcreme
2 EL Bio Kokosmehl
1 EL Kokosflocken
25 ganze Mandeln, blanchiert

Zum Wenden:

Kokosflocken

Pralinenförmchen

Zubereitung:

Die Zubereitung geht relativ schnell und einfach, Du musst nur mit etwas Wartezeit zum Abkühlen rechnen. Die Mengenangaben reichen für 20-25 Kugeln, je nach Größe.

So einfach geht es:

Schmelze zuerst die Kakaobutter auf dem Wasserbad, achte dabei darauf, dass die Kakaobutter nicht wärmer als 36°C wird. Warum das so wichtig ist, kannst Du bei den Tipps weiter unten nachlesen.

Nimm die Kakaobutter vom Wasserbad, noch bevor sie ganz geschmolzen ist. Wenn Du etwas rührst, reicht die Wärme der schon geschmolzenen Butter aus, um das letzte Stück auch noch zu schmelzen.

Gib dann Kokosmus, Vanillezucker, Zucker, die Schlagcreme, Kokosmehl und die Kokosflocken unter Rühren zu.

Decke anschließend die Schüssel ab und stelle sie kühl.

Sobald die Masse ganz abgekühlt ist kannst du anfangen die Kugeln zu formen:

Nimm dafür jeweils einen Teelöffel der Masse ab, drücke eine ganze Mandel in die Mitte, und forme es mit den Handflächen zu einer gleichmäßigen Kugel.

Wende diese noch in Kokosflocken und lege sie auf einen Teller.

Wenn Du mit dem Formen fertig bist, stellst Du die Kokoskugeln noch einmal kalt.

Du kannst sie danach noch in Pralinenförmchen setzten. Bist Du schnell genug, und es sind noch welche da, kannst Du sie ansprechend verpackt verschenken oder selbst genießen 😉 .

Viel Spaß beim Naschen!

Zur Haltbarkeit kann ich keine Angaben machen, diese Kokoskugeln gehören zu der Kategorie: Du musst schnell sein, um davon auch was zu erwischen. Es ist wie verhext, so schnell sind die verschwunden!

Tipp:

Hier Du die Kokoskugeln in zwei Variationen, die Kugeln mit dem lila Hintergrund sind aus dem oben genannten Orginalrezept entstanden. Die auf der Schieferplatte sind mit Kokosblütenzucker verfeinert worden. Dafür wird der Vanillezucker mit Kokosblütenzucker ausgetauscht. Beides schmeckt lecker, wobei ersteres näher am käuflich zu erwerbenden Orginal ist.

Manche der Zutaten, wie Kakaobutter, Kokosmus und Kokosblütenzucker bekommt man inzwischen auch in gut sortierten Supermärkten, auf jeden Fall aber im Reformhaus!

Wenn Dir der gekaufte echte Vanillezucker zu teuer ist, Du aber gerne auf die künstlich hergestellte Variante verzichten möchtes kannst Du Deinen Vanillezucker auch ganz einfach selber machen!

Wie man auch oben lesen kann, soll Kakaobutter nicht zu heiß erhitzt werden, aber warum eigentlich?

Der Schmelzpunkt der Kakaobutter liegt zwischen 30-38 °C. Kakaobutter wird bei der Nahrungszubereitung, z.B. bei der Schokoladenherstellung verwendet, aber auch in der Kosmetik und Parfümerie. Bei der Verwendung in den genannten Bereichen ist genau dieser verhältnismäßig niedrige Schmelzpunkt gewünscht und vorteilhaft. Wenn die Butter allerdings deutlich über 36°C erhitzt wird, ist das Nachreifen, sprich das vollständige Durchhärten, sehr stark verzögert. Zusätzlich sinkt der Schmelzpunkt der wieder gehärteten Masse deutlich, da instabile Kristallgitter gebildet werden. Das bedeutet, dass das daraus entstandene Produkt schon bei unter 30°C schmelzen kann.

Damit dieses Problem nicht auftritt gibt es verschieden Möglichkeiten dem entgegen zu wirken:

Optimal ist, die Kakaobutter nur bis maximal 36°C zu erhitzen, damit die stabilen polymorphen kristallinen Strukturen erhalten bleiben. Danach hat sich ein langsames Abkühlen als vorteilhaft erwiesen, nach spätestens 4 Tagen, je nach Umgebungseinflüssen, sollte die Butter wieder ausgehärtet sein, und denselben Schmelzpunkt besitzen, wie vor dem schonenden Erhitzen.

Eine weitere Möglichkeit ist das "Impfen", wie es auch bei der Herstellung von Schokolade oder Kuvertüre eingesetzt wird. Hier erhitzt man 90% der nötigen Kakaobutter auch auf höhere Temperaturen. Die restlichen 10% allerdings nur auf maximal knapp über 33°C. Wenn die Masse mit der niedrigeren Temperatur unter Rühren dem anderen, deutlich wärmeren Teil zugesetzt wird impfen diese 10% die restliche Butter mit stabilen Kristallen. Diese regen den anderen Teil an, ebenfalls wieder stabile Kristalle zu bilden.

Bewährt hat sich außerdem ein Schmelzen im Wasserbad oder Backofen bei 50°C, dabei kann die Hitze gleichmäßig einwirken, was zu einem sehr sanften Schmelzen führt. Muss die flüssige Masse laut Rezept danach z.B. an Wachse mit einem deutlich höheren Schmelzpunkt gegeben werden fördert ein langsames Abkühlen unter stetigem Rühren ebenfalls die Bildung stabiler Kristallstrukturen. Es wird stetig gerührt, bis die Konsistenz der Masse deutlich anzieht. 

Sommerliche Kokoskugeln, die sind gekühlt einfach köstlich!

Du möchtste noch mehr frühlingsfrische oder sommerliche Rezepte lesen? Dann schau doch einmal hier:

Sommerliche Kokoskugeln, auch mit Kokosblütenzucker ein wahrer Genuss!

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