Werbung

Pflaumenkuchen mit Streusel (vegan, sojafrei)

Trotz der extremen Trockenheit gibt es dieses Jahr wahnsinnig viele Pflaumen! Die müssen natürlich auch verarbeitet werden und so kamen die Bewohnern des Hexenhauses schon zum zweiten Mal in den Genuss eines herrlich fruchtig süßen Pflaumenkuchens mit Streusel! Es ist wirklich wie verhext mit Kuchen, Muffins und Keksen, die verschwinden immer besonders schnell 😉 . Falls Du Lust hast diesen fast schon herbstlich anmutenden veganen und sojafreien Pflaumenkuchen mit herrlich viel Zimt nachzubacken kommt hier das Rezept für Dich! 

Suesspink
Vegan
Hefefrei
Laktosefrei
Sojafrei
Eifrei

Klassiker (Groß)

Zutaten:

Für die Streusel:

200 g Dinkelmehl
Type 630
1 Prise Salz
1 EL Zimt
80 g Rohrohrzucker
80 g Pflanzenöl,
neutral schmeckend
(z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
alternativ
100 g Margarine (vegan,
z. B. Alsan Bio)

Als Belag:

500 - 750 g Pflaumen, frisch

Für den Teig:

225 g Dinkelvollkorn-
mehl
175 g Dinkelmehl
Type 630
225 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
1 P. Weinstein Backpulver
1/2 EL Zimt

1/2 Zitrone (Saft)
150 g Apfelmus
200 ml Wasser, gesprudelt
150 ml Pflanzenöl,
neutral schmeckend
(z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)

Zubereitung:

Eines liebe ich bei der Zubereitung von veganen Teigen, man benötigt nicht einmal ein Handrührgerät, sondern kann die Zutaten für Rührteige ganz einfach mit der Hand verarbeiten.

Die Zutaten dieses Rezeptes sind ausreichend für eine Springform mit 27 Zentimeter Durchmesser, der Teig ist großzügig bemessen und kann genauso großzügig mit Frucht belegt werden. Durch den Vollkornanteil des Mehls nimmt der Boden die Flüssigkeit der Pflaumen wunderbar auf und bleibt auch noch am nächsten Tag herrlich saftig.

Hier kommt die einfache und schnelle Zubereitung:

Bereite zuerst die Backform vor, lege dafür den Boden mit Backtrennpapier aus und spanne es mit ein.

Danach sind die Pflaumen an der Reihe, wasche und entsteine sie.

Nun kommen die Streusel an die Reihe:

Bei diesem Kuchen habe ich sie mit Öl statt Margarine zubereitet, warum Öl grundsätzlich gesünder ist kannst Du weiter unten nachlesen. Einen Nachteil hat die Verwendung von Öl allerdings, die Streusel werden nicht ganz so fest und crunchy.

Wiege das Mehl ab, gib das Salz, den Zimt und den Rohrohrzucker mit in die Schüssel.

Vermische die trockenen Zutaten gründlich und gieße das Öl dazu.

Verrühre die die Mehlmischung und das Öl mithilfe einer Gabel, so entstehen gleich die typischen Streusel.

Nun ist es Zeit den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorzuheizen, der Backrost sollte in der zweiten Schiene von unten liegen.

Als nächstes ist der Teig an der Reihe:

Wiege zunächst die trockenen Zutaten ab, Du kannst sie nacheinander in eine Rührschüssel füllen.

Auch hier sind zuerst die Mehle gefragt, dann das Salz und das Backpulver (bitte unbedingt sieben), dann folgen der Zimt und der Zucker.

Verrühre die trockenen Zutaten dann gründlich miteinander.

Anschließend kannst Du gleich noch das Apfelmus abwiegen und zugeben.

Presse dann die halbe Zitrone aus, messe das gesprudelte Wasser und das Pflanzenöl ab und gib die flüssigen Zutaten zu.

Verrühre alle Zutaten gründlich und fülle den Teig sofort in die Form.

Wenn Du magst kannst Du die Pflaumen noch einschneiden, dann legen sie sich etwas gleichmäßiger in die Form. Wie Du auf den Foto sehen kannst geht es aber auch so 😉 . Verteile die Pflaumen gleichmäßig in Reihen am Rand beginnend auf dem Boden.

Nun fehlen nur noch die Streusel:

Verteile sie gleichmäßig auf dem Kuchen und schiebe die Backform in den vorgeheizten Backofen. Reduziere die Temperatur dabei auf 170°C Ober- und Unterhitze.

Die Backzeit beträgt etwa 50 Minuten bei 170°C Ober-/Unterhitze und vorgeheizten Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze.

Nach Ablauf der Backzeit kannst Du mit dem Stäbchentest ganz einfach prüfen, ob Dein Kuchen fertig ist. Solltest Du Dir nicht ganz sicher sein schalte den Backofen einfach aus und belasse den Kuchen noch 10 bis 15 Minuten im warmen Ofen.

Lass den Kuchen abkühlen und nimm ihn dann aus der Form. Ich persönlich mag Pflaumenkuchen am Tag nach dem Backen am liebsten, dann ist er schön durchgezogen und die Säure nicht mehr ganz so präsent.

Viel Spaß beim Backen und Genießen!

Fruchtiger Pflaumenkuchen, hier noch roh und ohne Streusel:

Tipp:

Warum Öl statt Margarine 

Margarine besteht aus gehärteten Ölen, um die Streichfähigkeit herzustellen gibt es verschiedene Verfahren. Zum Teil werden Emulgatoren eingesetzt, dabei handelt es sich meist um Verdickungsmittel wie Milcheiweiß, Gelantine, aber auch Pektine oder Alginate. Ebenfalls werden die Fette hydriert, das bedeutet, dass bei hohen Temperaturen unter Druck mit Hilfe eines Katalysators (Nickel) die Doppelbindungen der Fettsäure Ketten der Fettmoleküle mit Wasserstoff abgesättigt werden. Man erhält also aus flüssigem Öl ein streichfähiges Fett, da Verbindungen ohne Doppelbindungen einen höheren Schmelzpunkt haben.

Bei Bio Margarinen gibt es strengere Auflagen, da bei der Herstellung keine Hilfsstoffe oder chemischen Zusätze verwendet werden dürfen, werden sie durch die Zugabe von festen Fetten (etwa Palmfett) oder auf physikalischem Weg (mit Wasserdampf oder Kälte) gehärtet.

Wie Du siehst ist nicht nur ein enormer Aufwand, sondern auch die Zugabe oder Einwirkung von Stoffen nötig, die man eventuell nicht unbedingt in seinem Essen haben möchte nötig, um aus Öl Margarine zu machen.

Zitronensaft in veganen Teigen

Ich habe bei meinen Experimenten festgestellt, dass vegane Teige mit Zitronensaft wesentlich lockerer werden als ohne. Als Erklärung könnte ich mir vorstellen, dass durch die zusätzliche Zugabe von Säure das Natron im Backpulver noch besser reagieren kann. Das ist allerdings nur eine laienhafte Vermutung von mir!

Warum Weinsteinbackpulver statt normalem Backpulver?

Damit ein Teig aufgehen kann benötigt er immer ein Backtriebmittel, bei manchen Teigen ist es Hefe, bei vielen anderen Backpulver. Grundsätzlich besteht Backpulver immer aus drei Komponenten:

  • Backtriebmittel
  • Trennmittel
  • Säurungsmittel

Das Baktriebmittel sorgt dafür, dass der Teig nicht ein einziger fester Klumpen bleibt, sondern ein leichte, fluffige Masse entsteht. Als Backtriebmittel dient Natron (oder genauer Natriumhydrogencarbonat). Allerdings benötigt Natron eine Säure, um als Triebmittel wirksam werden zu können. Sobald Natron mit einer Säure reagiert geht der Teig auf, da sich Gase bilden. Das passiert allerdings erst wenn eine Flüssigkeit zugegeben wird, etwa Wasser oder Milch.

Das Trennmittel (meist Stärke) soll dafür sorgen, dass der Triebvorgang nicht schon ungewollt vorher (in der Packung) stattfindet.

Bei herkömmlichen Backpulver wird als Säurungsmittel Phosphat verwendet. Allerdings sind Phosphate nicht unumstritten und für Nierenkranke sogar ganz verboten! Studien zufolge sollen Phosphate auch für gesunde Menschen bei dauerhaftem Konsum schädlich sein und das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls erhöhen, ebenso soll das Osteoporose Risiko steigen.

Weinsteinbackpulver besteht aus natürlicher Weinsteinsäure, die bei der Wein-, Sekt- und Proseccoherstellung anfällt. Allerdings musst Du hier auf die Kennzeichnung achten, nicht immer findet die Herstellung ohne tierische Bestandteile statt!

Das bedeutet, dass nicht nur Wein, sondern auch Weinsteinsäure nicht immer vegan ist!

Herkömmliches, phosphathaltiges Backpulver kann 1:1 durch Weinsteinbackpulver ersetzt werden, damit schonst Du zum einen Deine Nieren. Zum anderen gibt es noch einen geschmacklichen Vorteil, dieser leicht "seifige" Geschmack, den manches Gebäck durch phosphathaltiges Backpulver annimmt, entfällt ebenfalls.

Pflanzenöl neutral

Damit ist herkömmlich gepresstes (nicht kaltgepresstes) geschmacksneutrales Pflanzenöl gemeint. Geeignet sind beispielsweise Raps- oder Sonnenblumenöle, die warm gepresst wurden und daher relativ geschmackneutral sind. Kalt gepresstes Öl wäre als Zutat für Kuchenteig viel zu schade! Die wertvollen Inhaltsstoffe, die durch die Kaltpressung erhalten bleiben würden durch die Hitze des Backvorganges zerstört werden. Kalt gepresste Öle passend dafür hervorragend auf Salate, Carpaccios oder in die Paleo-Küche!

Wo bekomme ich so spezielle Produkte?Food Oase GmbH

Leider bekomme ich verschiedene vegane Lebensmittel hier vor Ort nicht im Einzelhandel. Zum Glück gibt es für solche Fälle die Möglichkeit auch Produkte online zu bestellen.

Einen Shop, den ich kürzlich getestet und für gut befunden habe ist die FoodOase. Der Auswahlvorgang bei der Bestellung kann durch das Einstellen von Allergiefiltern wesentlich vereinfacht werden und die Lieferung erfolgte prompt. Ebenfalls gibt es eine große Auswahl an glutenfreien Produkten!

Ich kann diesen Online-Shop nur empfehlen!

Herrlich fruchtig und süß: Pflaumenkuchen mit Streusel (vegan, sojafrei)!

Es gibt noch mehr vegane Rezepte für köstliche Kuchen, Torten, Cupcakes und Muffins in Hexenlabor. Hier kommt eine Auswahl für Dich:

[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.